Akne


Akne

Akne (gr., Med.), Finnen, sog. Liebesblüthchen, ein Entzündungsproceß an den Haarwurzeln u. in den Talgdrüsen der Haut, der mit Ausschwitzung von Entzündungsproducten in das umgebende Zellgewebe der Haut einhergeht. Äußerlich erscheint die A. als kleines geröthetes Knötchen mit einer Eiterspitze. Diese gewöhnliche Finne findet man außer im Gesicht auch noch anderwärts an Brust, durch Ansammlung von Talg in den Talgdrüsen der Haut (den sog. Mitessern, s.d.), zumal wenn man zu deren Beseitigung die Haut drückt u. quetscht. Die rosenartige A. (Kupferausschlag), hat immer im Gesicht ihren Sitz, vorzugsweise an der Nase, auf Wangen, Kinn u. Stirn übergehend. Die Eiterpusteln verwandeln sich hier in braune Krusten u. hinterlassen harte, schwer vergängliche Stellen. Schon brechen neue Pusteln aus, die Haut verdickt sich u. die befallenen Theile werden höckerig u. roth bis violettfarben. Die Nase wird durch diese Höcker zuweilen verunstaltet. Reinlichkeit schützt am besten davor u.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.