Aschenbrenner [2]


Aschenbrenner [2]

Aschenbrenner, 1) Beda, geb. 1756 zu Vielreich in Baiern, war der letzte Abt des Benedictinerklosters Oberaltaich, wurde 1790 Professor des Kanonischen Rechts zu Ingolstadt u. st. 1817; schr.: Elementa praelectionum canonicar., Ingolst. 1787, 2 Bde. 2) Martin, geb. 1775 in Scheßlitz, akademischer Docent in Bamberg, später Landrichter zu Banz, zuletzt Regierungscommissar in Landshut; schr.: Begründung u. Geist des peinl. Rechts etc., Bamb. 1800; Über das Verbrechen u. die Strafe des Zweikampfes, ebd. 1804, u. m. a. 3) Michael, geb. 1778 zu Eppenhof (Baiern), studirte in Ingolstadt u. Landshut, wurde 1803 Lehrer der Philologie am Gymnasium zu Straubing, 1810 zu Dillingen, 1817 Professor der Philosophie am Lyceum zu Regensburg u. 1821 zu Aschaffenburg; er wurde 1833 suspendirt u. bald darauf gänzlich entlassen. Schr. u. a.: Über den Begriff der Vernunft etc., 1827; Lehrbuch der Metaphysik, 1830; Über die Anwendung der Humanitätsstudien, 1831; Über die Herstellung einer allgem. christl. Kirche u. ihre Organisirung etc., Stuttg. 1840.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Aschenbrenner — Berufsname zu mhd. asche »Asche« und mhd. brennen »brennen«. Es handelt sich um ein altes Gewerbe, das durch das Verbrennen von Holz die von Seifensiedereien, Glashütten, Schmelzwerken u.a. benötigte Asche besorgte …   Wörterbuch der deutschen familiennamen

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