Caprotīna


Caprotīna

Caprotīna, Beiname der Juno, nach dem Feste Caprotinae nonae, das ihr an den Nonen des Julius von den römischen Frauen unweit der Caprae palus gefeiert wurde, wobei aus wilden Feigenbäumen kommende Milch geopfert wurde; die Sklavinnen hatten an diesem Tage Freiheit. Die Veranlassung zu diesem Fest war folgende: Als die Latiner einst gegen die Römer zogen, wurden jene von einer Sklavin Tutula od. Philotis unter dem Vorgeben, ihnen einen Dienst dabei zu leisten, eine Zeitlang ausgehalten, bis Tutula durch ein, unter dem Schutz ihres Gewandes von einem wilden Feigenbaum herab gegebenes Feuerzeichen die Römer herbeirief, welche die Latiner in ihrem Lager überfielen u. schlugen.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.