Docken [1]


Docken [1]

Docken, 1) überhaupt kurze, dicke Säulen, wie beim durchbrochenen Geländer; daher Dockengeländer; 2) 3 bis 4 Zoll im Quadrat starke Stücken Holz zu Lehnen u. Füßen an Stühlen, Bettgestelle etc.; 3) (Bergb.), Hölzer an der Spindel des Baumes; 4) zwei Säulchen am Spinnrad, auf welchen die Flügelspindel ruht; 5) zwei kurze Säulen an der Drehbank, zwischen welche das zu bearbeitende Stück Holz od. Metall gespannt wird; 6) (Hüttenw.), zwei Hölzer, zwischen welchen sich der Schemel des Blasebalges auf- u. niederbewegt; 7) (Mühlw.), so v.w. Grießsäule; 8) vier Säulen auf den Schwellen od. Hausbäumen, welche die Balken des Mahlgerüstes tragen; 9) (Wagn.), so v.w. Runge; 10) Zapfen od. Schlägel in den Teichen; 11) am Pferdegöpel ein 5 Fuß langes Holz an den Schwenkbäumen, mit einem Sitz für den Treiber; 12) (Bauw.), so v.w. Kaminstein; 13) vierseitiges Eisen auf dem Ambosklotz des Messerschmiedes; 14) (Schlosser), Stücken Stahl von verschiedener Gestalt, auf welchen allerlei Zierrathen ausgetieft werden; 15) am Strumpfwirkerstuhl zwei eiserne Stützen, woran das Gewinde des Wellbaumes angebracht ist; 16) (Schiffsw.), so v.w. Bille; 17) so v.w. Strähnen Seide u. Flachs; daher Dockenseide, in Streifen gelegtes Seidengarn, u. Dockenflachs, s.u. Flachs; 18) Bündelchen Stroh, zwischen die Fugen der Dachziegel od. Schindeln gelegt, um den Regen abzuhalten; 19) (Jagdw.), Bunde zusammengewickelter Leinen; 20) Bündel getrockneter Tabaksblätter; 21) (Instrumenten m.), so v.w. Tangenten; 22) (Her.), so v.w. Gecken.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Docken — Docken, die Stützen für die Spindellager eines Drehstuhls (s.d.) oder einer Drehbank. Bei letzterer werden die Docken als Hinterdocken und Vorderdocken, erstere am weitesten links, unterschieden. Auch der Reitstock führt den Namen Spitzdocke oder …   Lexikon der gesamten Technik

  • Docken — Docken, verb. reg. 1. Activum, so fern Docke ein zusammen gelegtes Bund Schnüre u.s.f. bedeutet, zu einer Docke machen, aufwickeln; doch nur in den Zusammensetzungen aufdocken, ausdocken, S. diese Wörter. 2. Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, mit …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Docken [2] — Docken (Seew.), ein Schiff zum Kalfatern od. Ausbessern in Docks (s.d.) bringen …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Docken — Docken, ein Schiff ins Dock bringen …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Docken — Docken, ins Dock gehen, ein Schiff zur Ausbesserung in einen Dock (s.d.) stellen …   Kleines Konversations-Lexikon

  • docken — dọ|cken1 〈V.; hat〉 I 〈V. tr.〉 1. ins Dock legen (Schiff) 2. ankoppeln (Raumfahrzeug) II 〈V. intr.〉 im Dock liegen dọ|cken2 〈V. tr.; hat〉 in Docken bündeln, zusammendrehen [→ Docke] …   Universal-Lexikon

  • docken — ˈdäkən noun ( s) Etymology: Middle English doken (plural of dock, docke), from Old English doccan, plural of docce dock more at dock 1. chiefly Scotland : dock I …   Useful english dictionary

  • docken — Cleveland Dialect List the common dock …   English dialects glossary

  • docken — ein Schiff ins Dock legen …   Maritimes Wörterbuch

  • docken — dọ|cken 〈V.〉 1. ins Dock legen 2. im Dock liegen …   Lexikalische Deutsches Wörterbuch