Domleschger Thal

Domleschger Thal

Domleschger Thal, ehedem Hochgericht des Graubündtner Gotteshausbundes, eines der schönsten Thäler im Schweizercanton Graubündten, zieht sich vom Zusammenfluß de Albula mit dem Hinterrhein nordwärts bis zur Mündung des letzteren in den Vorderrhein, ist im W. von dem Höhenzuge des Heinzenberges begrenzt, während sich auf der Ostseite der Malixerberg erhebt. Das Klima ist so mild, daß Mandeln u. Wein gedeihen. Zahlreiche Berggewässer befruchten das Thal, welches 22 Dörfer u. 6000 Bewohner zählt, über 1 Meile lang u. 1/2 Meile breit ist. Hauptort: Thusis. Das D. Th. gilt für den Ursitz der Rhätier (Vallis domestica) u. war im Mittelalter stark bevölkert. Von den Ritterburgen stehen noch 20. Um die Mitte des 18. Jahrh. richteten die Überschwemmungen des Rheines u. der Nolle große Verheerungen in der Thalsohle an.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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