Fünen


Fünen

Fünen, 1) Stift in Dänemark, begreift die Inseln F., Langeland u. Taafing; 63 QM. u. nahe an 200,000 Ew.; theilt sich in die 2 Ämter Odense u. Svendborg; 2) Insel-F.; 56 QM., 176,000 Ew. (meist Dänen), welche außer Getreide viel Flachs u. guten Hopfen bauen u. starke Vieh-, bes. Pferdezucht treiben; die Insel ist von Seeland durch den Großen, von Schleswig durch den Kleinen Belt getrennt, ist an den Küsten hügelig, sonst aber eben u. äußerst fruchtbar, hat mehrere kleine Flüsse (Aae), zahlreiche Buchten (Fjords) u. Vorgebirge (darunter Fyens- u. Knuds-Hoved); Hauptstadt des Stiftes u. der Insel ist Odense. – F. (lat. Fionia) soll nach altnordischen Nachrichten von Odin angebaut u. bevölkert worden sein, daher hieß es auch Odinsey (Odinsinsel); nach Einigen wohnten hier die Phundusi des Ptolemäos. König Skiold eroberte sie dem Jütischen Reiche, doch blieben auch hier einzelne Seekönige, bis Gorm der Alte auch F. (Fyen) zu seinem Reiche schlug, s. Dänemark (Gesch.) II. A). Im 11. Jahrh. kam F. an Schleswig, aber im 16. wieder an Dänemark. 1658 wurde F. von den Schweden erobert, aber 1659 von den Dänen wiedergenommen, seit welcher Zeit es dänisch geblieben ist. Seit Juni 1848 wurde F. eine Zeit lang von schwedischen Truppen besetzt.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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