Langres


Langres

Langres (spr. Langr), 1) Arrondissement im französischen Departement Haute-Marne, 421/2 QM., 106,424 Ew. in 10 Cantonen. Hier das Plateau de Langres, ein von Südwest nach Nordost ziehender Höhenzug, vom Kanal von Burgund u. der Quelle des Armençon bis zur Quelle der Saone; bildet die Wasserscheide zwischen dem Mittelmeer, dem Atlantischen Ocean u. der Nordsee, ist 12 Meilen lang, 4–5 Meilen breit, mit einem breiten, fast gipfellosen Scheitel, welcher 1000–1500 Fuß hoch ist, im Mont Tasselot an der Quelle der Seine 1855 Fuß erreicht u. flachen bewaldeten Abhängen, welche nach Nordwesten sanft geneigt in das französische Tiefland übergehen u. hier in sechs parallelen Thälern die Flüsse Seine, Aube, Marne u. Maas entsenden, während sie nach Südost in das Saonethal etwas steiler abgedacht sind. Das Plateau von L. ist der Südrand des lothringischen Hügellandes u. verbindet das südliche Hochfrankreich mit dem nordfranzösischen Mittelgebirge. 2) Hauptstadt darin, an der Marne; Sitz eines Suffraganbischofs u. Handelsgerichts, Kathedrale, College, Bibliothek, Gemälde- u. Antikenmuseum, Weinu.[110] Colonialwaarenhandel, zwei Hospitäler, Fabriken von chemischen Waaren, Messern, Fayence, Leder (bes. Marroquin), Färbereien; 8300 Ew. Geburtsort von Julius Sabinus u. von Diderot, welchem hier auch ein Standbild errichtet ist. L. ist das alte Andomatunum (s.d.); zu Anfang des 4. Jahrh. erlitten hier die Alemannen durch die Römer eine Niederlage; dann wurde es von Attila u. den Vandalen verbrannt; später kam es an Burgund u. 843 nach der Ländertheilung an Karl den Kahlen. Schon früh war L. der Sitz eines Bischofs, u. die Bischöfe erhielten 1179 die Stadt L., welche früher eigene Grafen besessen hatten, vom Herzog Hugo III. von Burgund u. wurden als Besitzer von L. zu Herzögen von L. erhoben.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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