Redwitz [2]


Redwitz [2]

Redwitz, ein der Katholischen Confession folgendes, in Franken uradeliges, ritter-, turnier- u. stiftsbürtiges Geschlecht, welches seit den ältesten Zeiten zu der dortigen ehemals reichsunmittelbaren Ritterschaft Cantons Gebürg gehörte u. 1816 von Baiern seinen Freiherrnstand bestätigt erhielt. Der älteste gemeinsame Ahnherr des Geschlechts, 1) Albrecht v. R., war mit Elsbeth geb. v. Künsberg-Weidenberg vermählt; seine beiden Söhne Otto u. Heinrich wurden die Stifter der beiden folgenden Hauptlinien: A) Hassenberger Hauptlinie, diese schied sich seit 1804 durch Theilung der bis dahin gemeinschaftlich besessenen Besitzungen in: a) Speciallinie Unter-Langenstadt, deren jetziger Chef ist: 2) Freiherr Karl, geb. 1800, ist österreichischer Oberlieutenant in der Armee; u. b) Speciallinie Wildenroth, dermaliger Chef: 3) Freiherr Philipp, ist baierischer Oberlieutenant à la suite. B) Theisenorther Hauptlinie, welche sich in mehre Unterlinien theilt: a) Speciallinie zu Küps, deren Chef ist: 4) Freiherr Karl, geb. 1797; u. b) Speciallinie zu Schmölz, welche in eine ältere Unterlinie zu R. u. eine jüngere zu Schmölz u. Theisenorth zerfällt, deren jetzige Chefs der Reihe nach sind: 5) Freiherr Karl Wilhelm Sigmund, geb. 1809, u. 6) Freiherr Oscar, Sohn des 1848 verstorbenen baierischen Oberzollinspectors zu Speier, Freiherrn Ludwig, geb. 28. Juni 1823 in Lichtenau unweit Ansbach, studirte in München Philosophie u. Jurisprudenz, wurde 1846 Rechtspraktikant in Speier, dann in Kaiserslautern, gab 1848 die Praxis auf u. lebte seit 1849 abwechselnd in Mainz, München u. Bonn, wo er mittelhochdeutsche Literatur studirte, wurde 1851 als Professor der Literaturgeschichte u. Ästhetik nach Wien berufen, legte 1852 seine Professur nieder u. lebt seitdem größtentheils auf seinem Landgute Schellenberg bei Kaiserslautern. Er schr.: Amaranth, Mainz 1849, 21. A. ebd 1860; Das Mährchen vom Waldbächlein u. Tannenbaum, ebd. 1850, 4. A. ebd. 1853; Gedichte, ebd. 1851, 2. A. ebd. 1852, u. die Tragödien: Sieglinde, ebd. 1854; Thomas Morus, ebd. 1856, 2. A. 1857; Philippine [910] Welser, ebd. 1859; Der Zunftmeister von Nürnberg, ebd. 1860.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Redwitz — ist der Name des Ortes Redwitz an der Rodach im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels die Bezeichnung für die Stadt Marktredwitz in Oberfranken, bevor der frühere Namenszusatz Markt Bestandteil des Ortsnamens wurde Redwitz ist der Familienname… …   Deutsch Wikipedia

  • Redwitz — Redwitz, Flecken, s. Markt Redwitz …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Redwitz [1] — Redwitz, Stadt im Landgerichte Wunsiedel des baierischen Kreises Oberfranken, an der Köffeln; Fabrik chemischer Waaren, Kupferhammer, Glashütte, Spiegelschleife, Lein u. Wollweberei; 1600 Ew.; gehörte früher zu Böhmen …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Redwitz — Redwitz, bayr. Marktflecken, s. Marktredwitz …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Redwitz [2] — Redwitz, Oskar, Freiherr von, Dichter, geb. 28. Juni 1823 zu Lichtenau bei Ansbach, lebte meist in Meran, gest. 7. Juli 1891 in Gilgenberg bei Bayreuth; wurde namhaft durch die romantische Dichtung »Amaranth« (1849 u.ö.); schrieb ferner:… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Redwitz — Redwitz, Oskar, Freiherr von, einer der gefeiertsten Dichter, der »Minnesänger« der Gegenwart, geb. 1823 in Lichtenau bei Ansbach, begleitete kurze Zeit die Professur der Literaturgeschichte an der Universität Wien, privatisirt auf seinem… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Redwitz an der Rodach — Redwitz an der Rodach …   Wikipédia en Français

  • Redwitz, Oskar — Redwitz, Oskar, Freiherr von, Dichter, geb. 28. Juni 1823 in Lichtenau bei Ansbach, gest. 6. Juli 1891 in der Heilanstalt Gilgenberg bei Bayreuth, widmete sich seit 1841 in München philosophischen und juristischen Studien, worauf er sich von… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Redwitz (Adelsgeschlecht) — Wappen nach dem Scheibler schen Wappenbuch Wappen der Familie von Re …   Deutsch Wikipedia

  • Redwitz a.d.Rodach — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia