Seeleim


Seeleim

Seeleim, zerschnittenes Kautschuk wird in Steinkohlentheeröl aufgelöst u. das doppelte Gewicht Schellack zugesetzt. Beim Gebrauch erwärmt man den in Stücken aufbewahrten S. bis auf 96° R. u. streicht ihn mit einem Pinsel auf; nachdem die Schicht fest geworden, erweicht man sie durch Auflegen von Eisenplatten, welche man auf 48° R. erwärmt hat, überstreicht beide zusammenzuleimende Flächen nochmals mit Leim u. vereinigt sie dann durch Pressen. Bei mehr Schellack widersteht der S. besser dem Wechsel der Temperatur, bei weniger Schellack wird er geschmeidiger u. biegsamer. Val. Marineleim unter Leim 2).


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Marineleim — (Seeleim), s. Kitt, S. 79 …   Meyers Großes Konversations-Lexikon