Serĭka


Serĭka

Serĭka (a. Geogr.), Landschaft in Asien, grenzte südlich an Indien, westlich an Scythien, östlich an das Land der Sinä, im Norden an das unbekannte Land; jetzt der östliche Theil der Kleinen Bucharei, Koschotei u. ein Theil des westlichen China. An der Nordgrenze zog sich das Annibische u. Auxacische Gebirge hin, im Lande das Asmiräische u. südlich[889] das Kasische Gebirg, außerdem der Thagurus u. Ottorokorras; die Hauptflüsse waren der Öchardes u. Bautes; das Land erfreute sich eines schönen, beständigen Klimas u. hatte Überfluß an Vieh, Bäumen, Früchten aller Art u. Edelsteinen; das Hauptproduct war die Seide. Die Bewohner heißen Seres, welche wieder in viele Völkerschaften zerfielen, wie Annibi, Slzyges, Damnä u. Piadä über dem Öchardes, Garenäi u. Rabanäi (Nabannäi); am Asmiräischen Gebirg die Issedones, ferner Throani, Ethaguri, Asparacä, Batä etc.; im Norden sogar Menschenfresser. Die Serer sollten nach alter Erzählung an 300 Jahre alt werden (Makrobier); sie waren ein sanftes, ruhiges, mäßiges Volk, kamen mit Niemand in Verbindung, sondern legten ihre mit dem Kaufpreis bezeichneten Waaren in der Wüste nieder (vgl. Hormeterion), welche dafür scythische u. parthische Kaufleute an sich nahmen. Aus S. erhielten die Alten mehre Arzneiwaaren, unter andern das Malabathron, eine Art kleiner u. großer Pillen, welche aus Schilf gemacht wurden, welches ein wildes Volk, welches jährlich an S-s Grenze zur Feier eines Festes kam, mit sich in Körben brachte, auf dasselbe sich lagerte u. dann beim Weggehen zurückließ. Der wichtigste Handelsartikel aber, welchen S. lieferte, war die Seide, s.d. S. 781. Unter vielen Städten war die vornehmste Sera (jetzt Singanfu od. Honan), der äußerste östliche Punkt, welchen die fremden Kaufleute bereisten u. welcher den Geographen bis zu Ptolemäos' Zeit vom östlichen Asien bekannt war.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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