Steinpappe


Steinpappe

Steinpappe, 1) (Steinpapier), eine von Gropius in Berlin erfundene Masse aus Sand u. Papier, zum Formen von Figuren u. Ornamenten, zur Decoration von Decken u. Wänden. Da man derselben auch Eisen- u. Bronzefarben geben kann, so hat sie der Erfinder benutzt, damit Rüstungen nachzuformen, welche täuschend das Aussehen von echten haben. Auch Figuren bildet man aus ihr u. gibt diesen durch einen Überzug völlig das Ansehen von bronzenen. 2) (Dachpappe), ein Material[747] zum Dachdecken; eine dergleichen wurde 1785 vom Schweden Faxe aus Pappe od. Filz (Dachfilz) u. Lehm- u. Asbestbrei (Asbestpappe) für leichte u. feuer- wie witterungssichere Häuserbedachung hergestellt. In neuerer Zeit verwendet man zu gleichem Zwecke getheerte u. mit einem Anstriche von Theer u. Kalk od. Sand versehene Pappen (Theerpappe, Asphaltpappe). Man bezieht die S. aus verschiedenen Fabriken in größeren (endlose S.) od. kleineren Stücken, u. sie wird hergestellt, indem man Lumpenpappen (Pappdeckel) in Steinkohlentheer kurze Zeit kocht, abtropfen u. trocknen läßt. Mit derselben belegt man das mit einer Breterverschalung versehene Dach u. nagelt sie fest, s.u. Dach F) a). Eine ganz ähnliche Art von S. verwendet man zur Herstellung von Gas- u. Wasserleitungsröhren.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Steinpappe — ist eine Art Pappmaché bzw. Papiermaché, einer Masse aus aufgeweichtem und zerkleinertem Papier, vermischt mit Leim und Wasser und versetzt mit Ton, Kreide manchmal auch mit Leinöl. Die Besonderheit besteht im sehr hohen Anteil von Schlämmkreide …   Deutsch Wikipedia

  • Steinpappe — Steinpappe, eine Masse aus aufgeweichtem und zerkleinertem Papier, Schlämmkreide, Ton und Leimwasser, zu Ornamenten im Innern von Gebäuden; wird im feuchten Zustande durch Pressen, im getrockneten sehr harten Zustande auf der Drehbank etc.… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Steinpappe — Steinpappe, Carton pierre, Papierstuck, eine Art Papiermaché (s.d.), bei dem zur Masse Leinöl oder Leinölfirnis zugesetzt ist; dient zu Deckenstuck …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Steinpappe — Steinpappe, Papierbrei mit Leimmasse angemacht, mit Thon und Kreide vermengt, dient zur Darstellung von Reliefen …   Herders Conversations-Lexikon

  • Cartapesta — Pappmaché bzw. Pappmaschee (auch Pulpe oder Papiermaché, aus dem Italienischen auch Cartapesta) ist ein Gemisch aus Papier und einem Bindemittel, meist Kleister, aus dem sich leichte, stabile, relativ große und verhältnismäßig billige Plastiken,… …   Deutsch Wikipedia

  • Papiermaché — Pappmaché bzw. Pappmaschee (auch Pulpe oder Papiermaché, aus dem Italienischen auch Cartapesta) ist ein Gemisch aus Papier und einem Bindemittel, meist Kleister, aus dem sich leichte, stabile, relativ große und verhältnismäßig billige Plastiken,… …   Deutsch Wikipedia

  • Papiermaschee — Pappmaché bzw. Pappmaschee (auch Pulpe oder Papiermaché, aus dem Italienischen auch Cartapesta) ist ein Gemisch aus Papier und einem Bindemittel, meist Kleister, aus dem sich leichte, stabile, relativ große und verhältnismäßig billige Plastiken,… …   Deutsch Wikipedia

  • Pappmache — Pappmaché bzw. Pappmaschee (auch Pulpe oder Papiermaché, aus dem Italienischen auch Cartapesta) ist ein Gemisch aus Papier und einem Bindemittel, meist Kleister, aus dem sich leichte, stabile, relativ große und verhältnismäßig billige Plastiken,… …   Deutsch Wikipedia

  • Pappmachee — Pappmaché bzw. Pappmaschee (auch Pulpe oder Papiermaché, aus dem Italienischen auch Cartapesta) ist ein Gemisch aus Papier und einem Bindemittel, meist Kleister, aus dem sich leichte, stabile, relativ große und verhältnismäßig billige Plastiken,… …   Deutsch Wikipedia

  • Pappmaschee — Pappmaché bzw. Pappmaschee (auch Pulpe oder Papiermaché, aus dem Italienischen auch Cartapesta) ist ein Gemisch aus Papier und einem Bindemittel, meist Kleister, aus dem sich leichte, stabile, relativ große und verhältnismäßig billige Plastiken,… …   Deutsch Wikipedia