Magneteisenstein

Magneteisenstein

Magneteisenstein (Magneteisen, Magneteisenerz), Mineral, krystallisirt meistens in Octaedern des tesseralen Systems, mit häufigen Zwillingsbildungen, gewöhnlich derb, eingesprengt in körnigen, blätterigen od. dichten Aggregaten; Bruch muschlig bis uneben, Härte 5 bis 7, specifisches Gewicht 4,9 bis 5,2; undurchsichtig, metallisch glänzend, eisenschwarz, Strich schwarz, stark magnetisch. Der M. besteht aus Eisenoxyduloxyd = Fe O, Fe2 O3, vor dem Löthrohr ist er sehr schwer schmelzbar, in Salzsäure vollkommen auflöslich. Er findet sich in verschiedenen Gesteinen eingesprengt, bes. im Serpentin, Porphyr, Granit, Syenit, in mächtigen Stöcken, Gängen u. Lagern u. bildet einen wesentlichen Bestandtheil der Basalte u. vieler Laven, nach deren Verwitterung er als Magneteisensand (Magnetsand) in losen Körnern an manchen Orten in großer Ausdehnung vorkommt; der Magneteisensand findet sich in Lagen von zuweilen 1 Fuß Mächtigkeit am Ufer des Meeres u. der Seen, in Strom- u. Flußbetten. Oft setzt der M. ganze Felsen u. Berge zusammen, wie namentlich in Lappland, wo die Lager oft 800 Fuß Mächtigkeit haben. In Schweden, wo der M. große Lager im Gneiß bildet, u. der letztere an der Erdoberfläche verwittert ist, ragen zuweilen ganze Berge von M. aus dem noch unzerstörten Gneiß hervor. Der M. ist eines der werthvollsten Eisenerze (s.d.) u. wird bes. in Norwegen, Schweden u. Rußland verschmolzen; er liefert eiu sehr gutes Eisen, welches bes. zu Stahl- u. Stabeisen verarbeitet wird. Krystalle von M. entstehen zuweilen beim Schmelzen u. Rösten gewisser Eisenerze (künstlicher M.).


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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