Äthiopien


Äthiopien

Äthiopien, 1) (a. Geogr., Äthiopia), Land in Afrika, grenzte im N. an Ägypten u. Marmarika, im O. an den Arabischen Meerbusen u. das Erythräische Meer, im W. an das Innere Libyens u. im S. an die unbekannten Theile Afrikas; es war ejn Gebirgsland; Gebirge: die Fortsetzung des Ägyptischen Gebirges, Garbata u. Elephas, beide goldreich, im W. das Äthiopische Gebirg, Mondgebirg, Maste; Vorgebirge: Bazion (an der Grenze von Ägypten), Mnemion, Elephas, Aromata, Zingis, Noin Keras, Rhapion, Prason; Meerbusen: Sinus Barbaricus, Adulicus, Avalites; Flüsse: Nil, dessen Quellen in A. lagen, mit den Nebenflüssen Astapos u. Asiaborasz Sr en: Nili paludes, Koloe, Pseboa; Producte: Gold, Kbenholz, Elephanten, Nilpferde, Nashörner, Giraffen, Löwen, Panther, wilde Ochsen, Hyänen, Ameisenlöwen, Straußen, Kasuare, Krokodile, Schildkröten, Schlangen etc., Getreide, bes. Gerste u. Hirsen; die Einwohner, Äthiopes (s.d.) waren schwarz von Farbe, schön von Wuchs, von guter Gesundheit u. langem Leben, aber von niederer Bildung, die nördlichen Stämme ausgenommen, welche mit Ägyptiern u. Griechen in Handelsverbindung standen; sie zerfielen in viele Stämme, welche von den Griechen meist nach ihren Nahrungsmitteln genannt werden, das Land in mehrere Districte u. hatte mehrere, zum Theil sehr bedeutende Städte, wie Axume, Adule, Ptolemais, Meroe; 2) (n. Geogr.), der größte Theil der mittelafrikanischen Länder, unbestimmt in Ober-, Mittel- u. Unter-Ä. getheilt. Nach neuerer Länderbestimmung ist dieser Name u. der: Äthiopisches Meer, für den sich an die Küste von Guinea u. Kaffernland anschließenden Theil des Oceans, od. der Busen u. das Meer von Guinea, veraltet; 3). (Gesch.), s. Habesch.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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