Überiodsaure Salze


Überiodsaure Salze

Überiodsaure Salze, a) Überiodsaures Ammoniak, NH4O, IO7 + 4HO, die Lösung der Säure gibt, wenn man sie in flüssiges Ammoniak gießt, sogleich einen Niederschlag, der sich in einer großen Menge Wasser löst. Diese Lösung setzt bei langsamem Abdunsten gut ausgebildete Prismen ab; erhitzt man die Krystalle in einer Glasröhre, so zersetzen sie sich unter Explosion; b) Überiodsaurer Baryt, IO7, 2BaO, 3HO, durch Fällen von zweibasisch überiodsaurem Natron mit Barytwasser erhalten; ein weißer Niederschlag; c) Überiodsaures Bleioxyd, IO7, 3PbO, 2HO, durch Fällen von zweibasisch überiodsaurem Natron mit salpetersaurem Bleioxyd erhalten; krystallinischer Niederschlag, welcher sich leicht in Salpetersäure haltigem Wasser löst; d) Oxydule von Eisen u. Mangan reduciren die Überiodsäure in Iodsäure; es fällt iodsaures Manganoxyd u. Eisenoxyd nieder; e) Überiodsaurer Kalk, IO7, 2CaO, 3HO, durch Fällen von einbasisch überiodsaurem Natron mit salpetersaurem Kalk; ein weißer Niederschlag, welcher unter dem Mikroskop krystallinisch erscheint; f) Überiodsaures Kupferoxyd, IO7, 4CuO, HO, durch Zusammenbringen von schwefelsaurem Kupferoxyd mit einbasisch überiodsaurem Natron, od. durch Behandeln von kohlensaurem Kupferoxyd mit Überiodsäure erhalten; g) Lithionsalz wird durch Lösen von kohlensaurem Lithion in Überiodsäure erhalten; in Wasser leicht lösliche Krystalle, verliert beim Glühen Wasser, Sauerstoff u. Jod; h) Überiodsaures Natron: aa) zweibasisches: IO7, 2NaO, 3HO, ist das schon oben erwähnte Salz; bei 200 verliert es kein Wasser, in der Rothglühhitze verliert es 6 Äquivalente Sauerstoff u. alles Wasser; bb) einbasisches Natronsalz: IO7, NaO, 4HO, durch Sättigen des zweibasischen Salzes mit Säure erhalten, rhombische Krystalle; i) Überiodsaures Kali, IO7, KO, durch Behandeln einer Mischung von iodsaurem Kali u. Kali in Lösung, mit Chlor dargestellt; reagirt sauer u. zerfällt beim Glühen in Jodkalium u. Sauerstoff; k) Silbersalz; das zweibasisch überiodsaure Silberoxyd krystallisirt in rhombischen Prismen; l) Überiodsaurer Strontian, IO7, 2SrO, 3HO, aus Strontianwasser auf dieselbe Weise erhalten, wie das Barytsalz aus dem Barytwasser; m) Überiodsaure Magnesia, IO7, 2MgO, 3HO + 9HO, durch Übergießen von kohlensaurer Magnesia mit Überiodsäure dargestellt; kleine prismatische Krystalle; n) Überiodsaures Zinkoxyd, IO7, 4ZnO, HO, durch Behandeln von wasserhaltigem kohlensaurem Zinkoxyd mit Überiodsäure erhalten; körniges Pulver, das sich leicht in Salpetersäure haltigem Wasser löst.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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