Boitzenburg


Boitzenburg

Boitzenburg, 1) Amt im wendischen Kreise des Großherzogthums Mecklenburg-Schwerin, 4 QM.; 2) Stadt u. Amtssitz an der Boitze u. Elbe; Zuckersiederei, Tabakspinnerei, Bierbrauerei (das Bier heißt Biet den Stärk); lebhafter Handel mit Getreide, Spedition, jährlich Wollmarkt, Schifffahrt u. Fischerei; der Elbzoll bringt gegen 40,000 Thlr.; Freimaurerloge: Vesta zu den 3 Thürmen; 4400 Ew. – B. ist eine sehr alte Stadt; 1191 schlug hier Graf Bernhard der Jüngere von Ratzeburg Heinrich den Löwen; 1207 wurde das Schloß von dem Dänenkönig Waldemar zerstört; der Ort wurde in der Mitte des 14. Jahrh. zur Stadt erhoben; 1628 wurde B. mit den andern mecklenburgischen Städten von Wallenstein eingenommen, 1631 aber von Gustav Adolf zurückerobert; 1707 brannte es fast ganz ab, 1734–63 war es an Hannover verpfändet. 1851 hier Übergang der Österreicher über die Elbe nach Holstein; 3) Marktflecken im Kreise Templin des preußischen Regierungsbezirks Potsdam; reizend gelegenes Gräflich Arnimsches Schloß nebst Park, Thiergarten u. Fasanerie; veredelte Schafzucht, starke Fischerei in den 22 umliegenden Seen (Teichforellen); 1000 Ew. Im Schlosse wurde der Zeitgenosse Wallensteins, Feldmarschall Georg Abraham v. Arnim, geboren.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Boitzenburg — (B. in der Ukermark), Flecken im preuß. Regbez. Potsdam, Kreis Templin, am Quillow, hat eine evang. Kirche, ein Schloß des Grafen von Arnim B., Forellenzucht, Molkerei, Spiritusbrennerei und (1900) 876 Einw …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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