Cinalōa


Cinalōa

Cinalōa, 1) Staat Mexicos, seit 1590 colonisirt, bis 1821 Theil der Intendanz Sonora, grenzt im Westen an den Californischen Meerbusen, im Norden an Sonora durch den Fluß Mayo, im O. an Durango u. Chihuahua u. im S. an Xalisco durch den Fluß Cañas; noch wenig bekannt, gebirgig durch Zweige der Cordilleren; der Küstenstrich ist eine öde Sandwüste mit großer Hitze, die noch durch häufige Südostwinde erhöht wird; nur der mittlere u. östliche Theil hat fruchtbare Hochebenen, Gebirgsthäler u. bewaldete Gebirge; Flüsse sind: Rio de las Cañas (de Bayona), del Rosario (Channtia), de Mazatlan, de Piastla, de Elota, de Tavola, de Culiacan, del Fuerte, Mayo u.a. Producte: Nutz- u. Farbehölzer, Balsam, Gummi, Harze, Weizen, Gerste, Mais, Baumwolle, Tabak; das Mineralreich liefert Gold, Silber, Kupfer, Eisen, auch in einigen Quellen Salz; im Thierreich Hirsche, Füchse, Tigerkatzen, Wölfe, Unzen, Cugnare, Eichhörnchen, Bienen, Cochenille; gezüchtet werden Pferde, Maulthiere, Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, welche Gegenstand eines lebhaften Binnenverkehrs sind; die industrielle Thätigkeit beschränkt sich auf die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse; ausgeführt werden im überseeischutz[146] Verkehr: Gold, Silber, Kupfer, Häute, Pelzwaaren, Mehl, Weizen, Cochenille, Farbehölzer; eingeführt: Manufacturwaaren, Branntwein, Cacao, Zucker, Papier etc.; 1621, 4 QM., 210,000 Ew., theils Nachkommen der weißen Einwanderer u. Mischlinge, theils Indianer, von denen mehrere Stämme noch unbekannt sind. Eingetheilt ist der Staat in 5 Departements. 2) Bezirk darin im Departement Fuerte, u. 3) Villa de San Felipe y Santiago de C., Flecken u. Hauptort des Bezirks am gleichnamigen Fluß, in fruchtbarer u. wasserreicher Gegend; Pferde- u. Rindviehzucht, Anbau von Mais, Frijoles u. Gemüsen; 6000 Ew.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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