Döbereiner

Döbereiner

Döbereiner, Joh. Wolfgang, geb. 1780 in Hof, wurde 1795 Eleve der pharmaceutischen Studien zu Münchberg, 1799 praktischer Pharmaceut in Karlsruhe u. Strasburg, wo er auch Philosophie, Botanik, Mineralogie u. Chemie studirte, 1803 Kaufmann, 1805 praktischer Chemiker, 1810 Professor der Chemie in Jena u. st. daselbst 1849. Er machte in der Chemie vielfache Entdeckungen, u.a. die der Bereitung des Natrons aus Glaubersalz, der luftreinigenden Wirkung der Kohle, mehrere Entdeckungen der Gährungschemie, über das Platin, dessen Tauglichkeit zu Feuerzeugen er fand; u. schr.: Lehrbuch der allgemeinen Chemie, Jena 1811 f., 3 Thle.; Zur Gährungschemie, Jena 1812, 2. A. 1844; Elemente der pharmaceutischen Chemie, ebd. 1816, 2. Aufl. 1819; Grundriß der allgemeinen Chemie, ebd. 1816, 3. Aufl. 1826; Supplement dazu 1837; Anfangsgründe der Chemie u. Stöchiometrie, 3. Aufl. 1826; Zur pneumatischen Chemie, ebd. 1821–25, 6 Thle.; Beiträge zur physikalischen Chemie, 1824–39, 3 Hefte; Die neuesten u. wichtigsten physikalisch-chemischen Entdeckungen, ebd. 1825 (über das Platin); Zur Chemie des Platins, Stuttg. 1836; Darstellung der Zeichen u. Verhältnißzahlen der irdischen Elemente, Jena 1816, 2. Aufl. ebd. 1822; Anleitung zur kunstmäßigen Bereitung verschiedener Arten Essig, 3. Aufl., Jena 1832; er gab heraus: Buchholz, Theorie u. Praxis (Basel 1812), 3. Aufl. ebd. 1831; u. mit seinem Sohne Franz D.: Handbuch der praktischen Pharmacie, Stuttg. 1840–44, 3 Bde.; Deutsches Apothekerbuch, [205] Handbuch der praktischen Pharmacie, ebd. 1840–55. Der Letztere schr. außerdem: Cameralchemie, 3 Abthl., Dessau 1855; Die Dünger- u. Bodenbestandtheile, ebd. 1854; Die Verbrennungsvorgänge der Heiz- u. Leuchtmaterialien, ebd. 1854; Nahrungsmittellehre, ebd. 1854.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

См. также в других словарях:

  • Döbereiner — ist der Nachname mehrerer Personen: Johann Wolfgang Döbereiner (1780–1849), deutscher Chemiker Christian Döbereiner (1874–1961), deutscher Cellist Wolfgang Döbereiner (* 1928), deutscher Astrologe und Homöopath Diese …   Deutsch Wikipedia

  • Döbereiner — Döbereiner,   Johann Wolfgang, Chemiker, * Bug (Landkreis Hof) 13. 12. 1780, ✝ Jena 24. 3. 1849; seit 1810Professor für Chemie in Jena, wo er das erste chemische Unterrichtslaboratorium einrichtete. Döbereiner entdeckte die katalytische Wirkung… …   Universal-Lexikon

  • Döbereiner — Döbereiner, Johann Wolfgang, Chemiker, geb. 15. Dez. 1780 in Bug bei Hof, gest. 24. März 1849 in Jena, erlernte die Pharmazie in Münchberg und ging nach resultatlosen Versuchen auf technischem Gebiet 1810 als Professor der Chemie, Pharmazie und… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Döbereiner — Döbereiner, Joh. Wolfgang, Chemiker, geb. 13. Dez. 1780 auf Rittergut Bug bei Hof, seit 1810 Prof. in Jena, gest. das. 24. März 1849, Erfinder des nach ihm genannten Platinfeuerzeugs; schrieb: »Zur pneumat. Chemie« (1821 25), »Zur Gärungschemie«… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Döbereiner — Döbereiner, Johann Wolfgang, berühmter Chemiker, geb. 1780 zu Hof in Oberfranken, begann sein pharmazeutisches Studium zu Mönchberg im Voigtland, trieb später ein Handlungsgeschäft, gab es aber nach wenigen Jahren wieder auf und widmete sich nun… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Döbereiner — biographical name Johann Wolfgang 1780 1849 German chemist …   New Collegiate Dictionary

  • Döbereiner — Herkunftsname zu dem Ortsnamen Döberein (Oberpfalz) …   Wörterbuch der deutschen familiennamen

  • DÖBEREINER —    a German chemist, professor at Jena; inventor of a lamp called after him; Goethe was much interested in his discoveries (1780 1849) …   The Nuttall Encyclopaedia

  • Döbereiner's lamp — a. glass cylinder b. open bottle c. wire d. zinc e. stopcock f. nozzle g. platinum sponge Döbereiner s lamp is a lighter invented in 1823 by the German chemist Johann Wolfgang Döbereiner, the lighter is based on the Fürstenberger lighter and was… …   Wikipedia

  • Döbereiner-Feuerzeug — Das Platinfeuerzeug, auch Döbereiner Feuerzeug genannt, ist eines der ersten Feuerzeuge. Es wurde 1823 von Johann Wolfgang Döbereiner aus dem Fürstenberger Feuerzeug weiterentwickelt und bis etwa 1880 vertrieben. Im Deutschen Museum und in der… …   Deutsch Wikipedia


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