Frick

Frick

Frick, 1) Johann, geb. 1634, studirte seit 1655 in Strasburg u. Tübingen Theologie, wurde 1664 Professor der Logik in Ulm, 1666 Pfarrer in Jungingen, 1668 Diakonus in Ulm, später Prediger am Münster daselbst., wo er auch 1689 st.; er sehr: Irrthümer Jacob Böhmes aus dessen eignen Schriften u. der Bibel widerlegt, Ulm 1080, 4. Aufl. 1729; Philosophisch-theologische Bedenken von den Kometen nebst gründlicher Erweisung, daß sie Vorboten der Strafe u. göttliche Vorzeichen seien, ebd. 1681, 2. Aufl. 1687; Gründliche Ausführung, warum die evangelisch-lutherische Lehre der reformirten u. römisch-katholischen vorzuziehen sei; ebd. 1689. 2) Johann, Sohn des Vorigen, geb. 1670 in Ulm, studirte seit 1680 in Leipzig Theologie u. las dann daselbst Collegia; 1698 wurde er Archidiakonus in Ilmenau, 1099 Pfarrer in Pfuhl, 1701 Prediger am Münster zu Ulm, 1712 Professor der Theologie u. 1728 Senior des geistlichen Ministeriums u. Scholarch, er st. 1739 u. gab heraus die Septuaginta u. das N. T., Lpz. 1697; Interpretationes in Morhotii Polyhistoris libros IV posteriores, ebd. 1698; Biblia manualis germanica, Ulm 1712, u. A. ebd. 1714; Neue große deutsche Ulmer Bibel, ebd. 1714, Fol.; De cura ecclesiae veteris circa canonem s. scripturae. ebd. 1728; außerdem verfaßte F. mehrere Schriften aus Anlaß eines theologischen Streites, in den er mit dein helmstädter Professor Joh Fabricius gerathen war. 3) Elias, Bruder des Vorigen, geb. 1673 in Ulm, studirte seit 1693 in Leipzig u. Jena Theologie, wurde 1704 Pfarrer in Böhringen, 1708 in Bermaringen, 1712 Prediger am Münster zu Ulm, 1729 Gymnasialprofessor das., 1739 Senior des geistlichen Ministeriums, Scholarch u. Protobibliothekar u. st. 1751; er schr.: Beschreibung des Münsters zu Ulm, Ulm 1718; 5. Aufl. ebd. 1777; Lehre vom heiligen Abendmahl, ebd. 1725; Ulmische Kirchenordnung, ebd. 1740; er gab auch heraus: V. L. v. Seckendorfs Historie des Lutherthums, Lpz. 1714, u. mit seinein Bruder: Schilters Thesaurus antiquitatum Teut onicarum, Ulm 1728, 3 Bde. Fol.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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