Grunert


Grunert

Grunert, 1) Joh. Aug., geb. den 7. Febr. 1797 in Halle, wurde 1821 Lehrer der Mathematik u. Physik am Gymnasium in Torgau u. der Kriegsschule der 6. Division, 1828 am Gymnasium in Brandenburg, 1833 Professor der Mathematik an der Universität in Greifswald u. 1838 zugleich Lehrer der Mechanik u. reinen Mathematik an der Landwirthschaftlichen Akademie Eldena, auch Director der königlichen wissenschaftlichen Prüfungscommission für die Provinz Pommern etc. Er schr. u.a.: Die Kegelschnitte, Lpz. 1823; Statik fester Körper, Halle 1825; Supplemente zu Klügels Wörterbuch der reinen Mathematik, Lpz. 1833, 2 Thle.; Elemente der Differential- u. Integralrechnung, ebd. 1837, 2 Thle.; Elemente der ebenen sphärischen u. sphäroidischen Trigonometrie, ebd. 1837; Leitfaden für den ersten Unterricht in der höheren Analysis, ebd. 1838; Elemente der analytischen Geometrie, ebd. 1839, 2 Thle.: Lehrbuch der Mathematik u. Physik, ebd. 1841–50, 3 Bde.; Optische Untersuchungen, ebd. 1846 f., 2 Thle.; Beiträge zur meteorologischen Optik u. zu verwandten Wissenschaften, 1848–1850, 1. Thl., 1.–4. Heft; Loxodromische Trigonometrie, ebd. 1849; Geometrie der Ebene u. des Raumes, Greifsw. 1857; gibt heraus: Archiv für Mathematik u. Physik, ebd. 1841 ff. 2) Karl, geb. 1809 in Leipzig, studirte daselbst Theologie, ging dann zu einer wandernden Schauspielergesellschaft, wurde 1826 am Theater in Augsburg fest engagirt, ging 1828 nach Freiburg im Breisgau, hielt an der dortigen Universität Vorlesungen über dramatische Kunst, übernahm später die Regie in Augsburg, wurde dann Director des Theaters in Freiburg, 1834 Regisseur in Hannover u. seit 1846 in Stuttgart. G. ist einer der hervorragendsten Darsteller der Shakespearschen, Goetheschen u. Schillerschen Helden- u. Charakterrollen.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.