Harn [1]

Harn [1]

Harn (Physiol., Med. u. Chem.), das durch die Nieren ausgeschiedene Excretionsproduct des thierischen Organismus, welches hauptsächlich dazu dient, Wasser, lösliche Salze u. die Stickstoffverbindungen aus dem Organismus zu entfernen, welche durch Zersetzung der Blut- u. Gewebstheile gebildet u. zur Regeneration verbrauchter Organentheile nicht mehr. verwendbar sind. Die Nieren sind vorzugsweise dazu bestimmt, den Stickstoff der umgesetzten Nahrungsbestandtheile zu entfernen, während die Lungen dazu dienen, die durch Oxydation des Kohlenstoffes entstandene Kohlensäure aus dem Organismus zu führen. Bei Menschen u. Säugethieren träufelt er durch die Harnleiter in die Harnblase, wo er sich ansammelt u. dann durch einen Reiz u. die Spannung der Blase einen Trieb zur Ausleerung anregt, die unter Leitung der Willkühr steht, wodurch er dann durch die Harnröhre in einem Strom aus dem Körper gelangt (vgl. Harnabsonderung). Die Vögel entleeren ihren H. mit dem Darmkoth, indem bei ihnen die Ausführungsgänge der Nieren in das Rectum münden; manche Vögel entleeren aber den H. u. die festen Excremente zu verschiedenen Zeiten; auch bei Amphibien u. Fischen geschieht die Entleerung des H-s zunächst in den Darm, ungeachtet mehrere mit Harnblasen ähnlichen Organen versehen sind. Der normale Menschenharn ist im frischen Zustand eine licht- od. dunkelbernsteingelbe Flüssigkeit von salzig bitterlichem Geschmack u. eigenthümlich schwach aromatischem Geruch, er zeigt saure Reaction; nach dem Erkalten bildet sich, namentlich in concentrirtem H., ein Wölkchen, welches bald zu Boden sinkt; nach längerem Stehen wird die Reaction saurer, indem sich gleichzeitig an den Gefäßwandungen gelbliche Krystalle abscheiden; verdünnter H. geht bei einer Temperatur, welche das gewöhnliche Mittel überschreitet, in eine andere Zersetzung über; es bildet sich auf der Oberfläche ein dünnes schillerndes Häutchen, welches zum Theil zu Boden sinkt, der H. nimmt eine alkalische Reaction an, der Geruch wird widerlich u. es entwickelt sich Ammoniak, an den Wandungen setzen sich weiße Krystalle an. Der H. der Carnivoren ist dem Menschenharn ähnlich, meist lichter u. von saurer Reaction, der der Pflanzenfresser ist gewöhnlich trüb, schmutziggelb, von widerlichsüßlichem Geruch u. reagirt alkalisch. Der H. der Vögel u. Amphibien ist gallertartig u. durchscheinend, trocknet aber bald zu einer weißen bröcklichen Masse ein. Unter den chemischen Bestandtheilen des H-s ist der Harnstoff (s.d.) der wichtigste; seine Menge ist allerdings je nach dem Wassergehalt des H-s, welcher unter verschiedenen Umständen zwischen sehr weiten Grenzen schwankt, sehr verschieden, doch hat sich durch Versuche herausgestellt, daß ein gesunder Mann in 24 Stunden, je nach der Art der Nahrungsmittel, 22–36 Gramm Harnstoff durch die Nieren ausscheidet. Bei vollkommen stickstofffreier Kost kann die Harnstoffmenge auf 15 Gramm sinken, während sie bei Genuß von stickstoffreichen Nahrungsmitteln auf 53 Gramm steigen kann (nach Lehmann). Nur selten ist der H. so concentrirt, daß der Harnstoff durch Salpetersäure ausgefällt werden kann, doch sollen solche Fälle in England häufig vorkommen; auch der H. von Hunden gibt zuweilen auf Zusatz von Salpetersäure sogleich einen Niederschlag von salpetersaurem Harnstoff. In Krankheiten ist eine Vermehrung des Harnstoffs im H. noch nicht constatirt worden, obgleich englische Ärzte auf Grund einiger Harnanalysen sogar eine sogenannte Harnstoffdiathese annehmen. Eine Verminderung des Harnstoffes ist häufig zu beobachten, aber selbst nach mehrtägigem Fasten läßt sich noch Harnstoff im H. nachweisen; so fand Lassaigne im H. eines Geisteskranken, welcher 14 Tage lang gehungert hatte, noch Harnstoff. Ein constanter Bestandtheil des normalen[46] Menschenharns ist ferner die Harnsäure (s.d.), sie findet sich auch im H. fleischfressender Säugethiere, aber in weit geringerer Menge; im frischen H. ist sie niemals frei, sondern stets an Basen gebunden. Hippursäure wurde zuerst von Liebig im Menschenharn nachgewiesen, sie erscheint immer nach dem Genuß vegetabilischer Nahrungsmittel. Kreatinin kommt nur in geringen Mengen vor; Kreatin, dessen Auftreten man früher als constant annahm, scheint nur unter gewissen Umständen im H. nachweisbar zu sein, in vielen Fällen, wo man sich von seiner Gegenwart überzeugt zu haben glaubte, ist es erst im Verlaufe der Untersuchung aus dem Kreatinin gebildet worden. Von den sogenannten Extractivstoffen ist das Omichmyloxyd (s.d.) zu erwähnen, über die Farbstoffe des H-s s. Harnfarbstoffe. Unter den Mineralbestandtheilen sind Chlornatrium (Kochsalz) u. Chlorkalium Hauptbestandtheile, obgleich ihre Menge sehr verschieden ist, nur in wenigen Fällen, so bei Pneumonie, zuweilen auch bei acutem Rheumatismus u. im Typhus ist kein Chlor im H. nachweisbar; schwefelsaure u. phosphorsaure Salze finden sich auch stets im H., bes. schwefelsaures Natron, sauresphosphorsaures Natron, phosphorsaurer Kalk u. Magnesia. Im frischen normalen H. findet sich kein Ammoniak u. in den Fällen, wo es wirklich beobachtet wurde, ist es wahrscheinlich erst in der Blase gebildet worden. Kieselsäure wurde schon von Berzelius in geringer Menge entdeckt. An morphologischen Elementen enthält der H. namentlich Epithelialzellen, seltener sind die eigentlichen Schleimkugeln; bei Gesichtsrose, bei Brightscher Krankheit u.a. Nierenaffectionen finden sich epithelialüberzüge der Bellinischen Röhrchen; Faserstoffschollen, geronnenes Blut, Spermatozoiden; Fibrionen erscheinen bes. im alkalischen H.; Hefenpilze (Mycoderma vini) bes. bei Diabetes mellitus; Sarcina eine algenähnliche Bildung, welche von Goodsir im Magensaft entdeckt wurde; Amorphes Sediment (s. unten). Krystalle von freier Harnsäure sind bald nach dem Eintreten der sauren Gährung zu beobachten; im faulen H. od. solchen, welcher in der Blase gegohren hat, wie bei Blasencatarrhen u. Rückenmarksaffectionen, findet man auch harnsaures Ammoniak in kugelförmigen Krystallgruppen. Aus alkalischem H. scheidet sich das Tripelphosphat (phosphorsaure Ammoniak-Magnesia) in briefconvertförmigen Krystallen aus, die leicht mit oxalsaurem Kalk verwechselt werden können, der ebenfalls im H. vorkommt, u. nicht erst, wie man sonst glaubte, durch Zersetzung des Schleimes entsteht, sondern im frischen normalen H. präformirt erscheint; constant findet man oxalsauren Kalk bei Epilepsie. Ein sehr seltener Bestandtheil des H-s ist das Cystin, welches in sechsseitigen Tafeln krystallisirt u. von der Harnsäure durch seine Löslichkeit in Ammoniak unterschieden werden kann. Das amorphe Sediment, amorphes Harnsediment (Prouts amorphous and impapalble yellow sediment), welches sich nach einiger Zeit aus dem H. absetzt, wurde früher allgemein für freie Harnsäure, später auch für harnsaures Ammoniak gehalten, es besteht aus saurem harnsaurem Natron u. scheint zuweilen schon nach dem Erkalten des H-s, oft aber auch 8,12, auch 24 Stunden darnach; durch Erwärmen des H-s auf 50–60° C od. Vermischen desselben mit einem verdünnteren H. verschwindet es vollständig, rührt aber weder von der Temperaturabnahme, noch von einem großen Gehalt des H-s an harnsauren Salzen her, denn oft enthält ein nicht sedimentirender H. mehr harnsaure Salze, als ein sedimentirender; seine Entstehung beruht vielmehr in einer spontanen Zersetzung des H-s unter dem Einfluß der Atmosphäre, u. zwar ist aus mehrfachen Gründen anzunehmen, daß der extractartige Farbstoff des H-s das harnsaure Natron in Lösung erhält, u. daß durch dessen Zersetzung das harnsaure Natron abgeschieden wird. Solches Sediment erscheint bes. in Fiebern u. fast allen von heftigen Fiebern begleiteten Krankheiten; man findet es immer da, wo aus irgend welchen Ursachen der Austausch der Gase in den Lungen nicht gehörig vor sich geht od. wenn das Blut nicht leicht die Lungengefäße durchströmen kann, daher schon bei Menschen u. Thieren bei Mangel an Bewegung, bei Herzleiden, Lebervergrößerung, Hämorrhoidalleiden, Gicht etc., es kann aber an sich keineswegs als pathologisches Symptom angesehen werden. Mit der Bildung dieses Sedimentes steht auch die Entstehung der Harnsteine (s.d.) in der nächsten Beziehung, wie Scherer nachgewiesen hat. Außer den aufgeführten chemischen Bestandtheilen des H-s finden sich noch zufällige Bestandtheile, welche von Außen dem Organismus zugeführt werden u. nicht od. nur wenig verändert in den H. übergehen; dahin gehören aber im Allgemeinen nur solche nicht als Nährstoffe dem Körper zugeführten Substanzen, welche sich leicht in Wasser lösen u. mit den organischen od. unorganischen Materien des Organismus keine unlöslichen Verbindungen eingehen, u. zwar gehen dieselben um so schneller in den H. über, je größer ihr Diffusionsvermögen ist; so soll Jodkalium zuweilen schon 4–10 Minuten nach dem Genuß im H. nachzuweisen sein. Unverändert finden sich Jodkalium, Bromnatrium, Salpeter, Borax, Ammoniaksalze, lösliche Barytsalze, kieselsaure, kohlensaure u. chlorsaure Alkalien im H. wieder. Daß Ammoniak im H. als Salpetersäure erscheint, wie Bence Jones gefunden zu haben glaubt, ist noch nicht entschieden. Freie organische Säuren gehen meist unverändert in den H. über, Benzoësäure wird in Hippursäure umgewandelt; Harnsäure verursacht eine Vermehrung des Harnstoffes u. des oxalsauren Kalkes, neutrale pflanzensaure Alkalien werden im Thierkörper oxydirt u. erscheinen als kohlensaure Salze im H., daher der H. alkalisch wird. Chinin, Harnstoff u. die meisten Farb- u. Riechstoffe, wie Indigo, Gummigutt, Krapp, Rhabarber, Campecheholz, die Farbstoffe der rothen Rüben u. Heidelbeeren, die riechenden Bestandtheile von Baldrian, Knoblauch, Asa foedita, Castoreum, Terpentin gehen unverändert in den H. über, dagegen finden sich nicht wieder: Campher, Harze, brenzliche Öle, Moschus, Alkohol, Äther, Lackmus, Saftgrün, Cochenille, ferner lassen sich Theïn, Theobromin, Alloxantin, Asparagin, Rhodallin u. Allantoin im H. nicht wieder nachweisen; Amygdalin bedingt die Bildung von Ameisensäure, Salicin verwandelt sich in Salicylwasserstoff, Salicylsäure u. Saligenin; durch flüchtiges Bittermandelöl u. Benzoëäther wird eine Vermehrung der Hippursäure veranlaßt. In Krankheiten wird der[47] H. oft wesentlich verändert, oft verschwinden normale Bestandtheile des gefunden H-s, oft treten Stoffe auf, welche sich im gefunden H. nicht finden, so das Eiweiß, welches bei Nierenaffectionen im H. vorkommt, daher in Brightscher Krankheit, ferner bei acuten Exanthemen, namentlich Scharlach u. bes. Cholera; bei Wassersuchten, organischen Leiden der Brust- u. Unterleibsorgane, hektischen Fiebern, Diabetes, Rückenmarkskrankheiten; auch Fibrin erscheint in manchen Fällen im H. Bei Icterus erscheint der H. oft blutigroth, welche Färbung von Gallenfarbstoff herrührt, Gallensäuren finden sich auch zuweilen im H., aber merkwürdigerweise fehlen sie oft bei Icterus ganz. Von vielen Forschern sind abnorme Harnfarbstoffe erwähnt worden; eins der häufigsten ist das rothe Pigment, welches die ziegelrothe Färbung des amorphen Sedimentes bedingt u. vielleicht durch Zersetzung des normalen Harnpigmentes entstanden ist. Blaue, grüne, violette u. schwarze Färbungen des H-s sind seltene Erscheinungen. sie rühren vielleicht meist von dem krystallisirbaren Uroglaucin her; bei Schwangeren enthält der H. nach Nauche einen eigenthümlichen Stoff, das Kyesteïn od. Gravidin (s.d.). Zucker ist am häufigsten bei Diabetes mellitus zu beobachten, wo der H. zuweilen 8–10 Proc. Zucker enthält. Nach Bernards Versuchen erscheint auch Zucker im H. bei geringer Verletzung der Medulla oblongata; dieses künstlich erzeugte Zuckerharnen (künstlicher Diabetes) beginnt 1–11/2 Stunden nach der Operation, hört aber nach einigen Stunden wieder auf. Genossener Zucker geht nur schwierig in den H. über. Auch in mehreren anderen Krankheiten ist Zucker im H. gefunden worden, so bei Unterleibsleiden u. Hypochondrie, Epilepsie, Lungenaffectionen etc. Verschiedenheiten in der Zusammensetzung der Harnflüssigkeit treten schon bei beiden Geschlechtern ein; im Allgemeinen enthält der H. der Frauen mehr Wasser u. weniger Harnstoff u. Salze als der der Männer, aber dieselbe Menge Harnsäure; bei Schwangeren ist namentlich ein Abnehmen des Gehaltes an phosphorsaurem Kalk zu beobachten. Den wesentlichsten Einfluß auf die Constitution des H-s üben aber die Nahrungsmittel aus; nach den umfangreichen Untersuchungen von Lehmann werden durch animalische Kost die festen Bestandtheile des H-s vermehrt, durch vegetabilische dagegen u. bes. durch stickstofffreie sehr vermindert; bei stickstoffreicher Kost ist der Gehalt an Harnstoff vermehrt, bei vegetabilischer vermindert; die Abscheidung der Harnsäure scheint in keiner Beziehung zu der Art der genossenen Nahrungsmittel zu stehen. Der Menge der aufgenommenen schwefel- u. phosphorhaltigen Proteïnkörper wird eine ziemlich entsprechende Menge schwefelsaurer u. phosphorsaurer Salze ausgeschieden. Nach starken körperlichen Bewegungen enthält der H. weniger Wasser, mehr Harnstoff, phosphorsaure u. schwefelsaure Salze, dagegen weniger Harnsäure u. Extractivstosse. Von Einfluß auf die Zusammensetzung des H-s ist ferner das Klima, die Lufttemperatur, die Jahreszeiten etc. Der früh Morgens nach dem Schlafen entleerte H. (Urina sanguinis) zeichnet sich durch seine Concentration aus, er ist von größerer Dichtigkeit, dunklerer Farbe u. saurerer Reaction als der am Tage gelassene. Was den H. der Thiere betrifft, so ist der von fleischfressenden Säugethieren lichtgelb, von aromatischem Geruch, bitterem Geschmack u. saurer Reaction; Harnstoff ist in größeren od. geringeren Mengen darin enthalten, Hundeharn hat zuweilen bis zu 9–10 Proc. Harnstoff; Harnsäure findet sich nur in geringer Menge; Hunde entleeren keine Spur davon, ihr H. enthält dagegen die Kynurensäure, Kreatinin u. mehrere nicht näher untersuchte Stoffe; im H. der Schweine findet man keine Harnsäure u. Hippursäure. Die Pflanzenfresser entleeren einen trüben H. von unangenehmem Geruch u. alkalischer Reaction, er enthält Harnstoff, Hippursäure, aber keine Harnsäure, dagegen viel kohlensaure Alkalien u. Erden. Die Gegenwart von milchsauren Salzen in solchem H., wie sie Boussingault annahm, ist noch zweifelhaft, überhaupt scheint Milchsäure kein Bestandtheil des normalen H-s zu sein, doch hat Lehmann milchsaures Kali im H. eines kranken Pferdes nachgewiesen. Der normale Pferdeharn ist im frischen Zustand trüb u. blaßgelb, färbt sich an der Luft bald dunkel, reagirt alkalisch u. enthält viel oxalsauren Kalk. Der Rindsharn ist frisch gelassen oft klar, von bitterlichem Geschmack u. alkalischer Reaction, er enthält viel schwefelsaure Salze, doppelkohlensaures Kali u. Magnesia, wenig Kalk, keine phosphorsauren Salze, aber hippursaures Kali. Wesentlich abweichend vom H. der Rinder ist der der Kälber, so lange sie noch säugen, der Hauptbestandtheil solchen H-s ist Allantoïn, er enthält aber auch Harnstoff u. Harnsäure, dagegen keine Hippursäure. Der H. der Vögel u. Schlangen besteht hauptsächlich aus harnsauren Salzen.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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