Heusinger

Heusinger

Heusinger, 1) Johann Michael, geb. 1690 in Sundhausen im Gothaischen, studirte in Jena u. Halle, wurde 1711 Lehrer am Pädagogium daselbst, 1722 Rector in Laubach, 1730 Professor in Gotha u. 1738 Director des Gymnasiums in Eisenach, wo er 1751, starb. Er gab heraus den Julianus (Caesares), Äsopos, Phädrus, Corn. Nepos u.a.m.; schr. Emendationes, Gotha 1751; bearbeitete Wehners Hellenolexia, 1733; Opuscula minora, gesammelt von Töpfer, Nördl. 1773. 2) Joh. Christ. Friedr., geb. 1724 in Eisenach, war Pfarrer zu Fernrode, dann Diakonns u. Oberconsistorialassessor in Eisenach, wo er 1795 st.; von ihm erschienen seit 1762 zahlreiche Predigten u. Casualreden; auch Casualbibliothek, Eisenach 1777–90, 14 Thle. 3) Jakob Friedrich, Neffe von H. 1), geb. 1719 in Useborn in der Wetterau, war Conrector, dann Rector in Wolfenbüttel u. 1759 Professor in Helmstädt, wo er 1778 starb; er gab heraus: Varianten u. Scholien zum Sophokles, Jena 1745; Plutarch de educatione puerorum, 1749; Theodorus de metris, 1755 (n. A. 1766); Fragmente des Commentars des Pompejus über den Donatus, 1759; Kritische Bemerkungen über Kallimachos, 1766; Cicero de officiis. 4) Konrad, Sohn des Vor., geb. 1752 in Wolfenbüttel, wurde Conrector an der Schule seiner Vaterstadt, 1789 Director des Gymnasiums in Braunschweig u. st. daselbst 1820. Mit J. H. A. Schulze veranstaltete er die Encyklopädie der lateinische Classiker, Braunschw. 1790; übersetzte den Livius, ebd. 1821, 5 Bde.; u. gab die von H. 1) angefangene u. von seinem Vater vollendete Ausgabe der Officia Ciceros, ebd. 1783, heraus; veranstaltete auch eine Schulausgabe davon, 1784. 5) Karl Friedrich, Sahn von H. 2), geb. 1792 in Fernroda bei Eisenach, wurde 1813 preußischer Militärarzt, u. stand als solcher bis 1819 in Thionville u. Sedan, wurde 1830 Professor in Jena, 1824 Professor der Anatomie u. Physiologie in Würzburg, seit 1829 Professor der Medicin in Marburg; er schr.: Über den Bau u. die Verrichtung der Milz, Thionville 1817; Über die Entzündung u. Vergrößerung der Milz [354] Eisenach 1820; Nachträge, ebd. 1823; System der Histologie, ebd. 1822, 2. Heft; Grundrisse, der physischen u. psychologischen Anthropologie, ebd. 1829; Grundriß der vergleichenden Physiologie, Lpz. 1831; Encyklopädie u. Methodologie der Heilkunde, Eisenach 1839; Recherches de pathologie comparée, Kass. 1844–53, 3 Bde.; Die Milzbrandkrankheit, Erl. 1850; Die sogenannte Geophagie, Kass. 1852.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

См. также в других словарях:

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  • Heusinger [1] — Heusinger, Name einer deutschen Philologenfamilie. – H., Joh. Mich., geb. 1690 zu Sundhausen im Gothaischen, gest. 1751 als Gymnasiumsdirector zu Eisenach, bewährte sich als grammat. u. kritischer Kenner der römischen Schriftsteller durch… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Heusinger [2] — Heusinger, Karl Friedr., Prof. der Medicin zu Marburg, geb. zu Farnroda bei Eisenach 1792, war von 1813–19 als preuß. Militärarzt in Frankreich, 1820 Prof. in Jena, 1824 Prof. der Anatomie u. Physiologie in Würzburg, seit 1829 in Marburg. Außer… …   Herders Conversations-Lexikon

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  • Heusinger von Waldegg — Heusinger von Waldegg, Edmund, Ingenieur, geb. 12. Mai 1817 in Langenschwalbach, gest. 2. Febr. 1886 in Hannover, erlernte in Hannover den Buchhandel, studierte dann in Göttingen und Leipzig Mathematik und Mechanik und widmete sich dann dem… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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  • Heusinger von Waldegg — Heusinger von Waldegg, Edmund, hervorragender deutscher Eisenbahntechniker, geb. 12. Mai 1817 in Langenschwalbach, gest. 2. Februar 1886 in Hannover; er machte in Hannover bei einem Buchhändler in den Jahren 1832 bis 1837 die Lehrlingszeit durch …   Enzyklopädie des Eisenbahnwesens


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