Ismaēl

Ismaēl

Ismaēl, 1) Sohn Abrahams u. der Hagar, einer Sklavin der Sara; nachdem Sara selbst einen Sohn geboren hatte u. der 14 Jahre ältere J. den Isaak verspottete, mußte er mit seiner Mutter Abrahams Zelte verlassen, lebte als Bogenschütz in der Wüste Pharan, heirathete eine Agyptierin u. starb 137 Jahre alt. Seine 12 Söhne wurden Stammfürsten in der Arabischen Wüste zwischen Ägypten u. Assyrien u. bildeten mit ihren Nachkommen, Ismaeliten od. Hagarenern, den Gegensatz zu den südlich wohnenden Joktaniden u. das Mittelglied zwischen den monotheistischen Israeliten u. heidnischen Arabern; s.u. Arabien. 2) J. I., Sofi in Persien, Enkel von Usum-Kassan, stiftete 1499 eine neue Dynastie persischer Könige u. st. 1522, s. Persien (Gesch). 3) J. II. Mirza od. Erdeleby, Sofi in Persien, 1576–77, s. ebd. 4) J. III. Mirza, bis 1588, s. ebd. 5) J. Pascha, jüngster Sohn des Vicekönigs Mehemed Ali von Ägypten; befehligte 1821 die Expedition nach Nubien u. Sennaar, unterlag aber nebst dem größten Theil des Heeres dem Klima u. den Angriffen der Feinde. 6) J. Gibraltar, vornehmer Ägyptier, Günstling des Vicekönigs Mehemed Ali, von ihm um 1821 nach Frankreich gesendet, um französische Wissenschaft u. Kriegskunst nach Ägypten überzusiedeln, befehligte 1824 die Seeexpedition, welche Candia u. Morea eroberte, wurde aber später durch Ibrahim Pascha ersetzt u. st. 1825. 7) J. Pascha, ein Tscherkesse von Abstammung, geb. um 1810, kam in früher Jugend nach Constantinopel u. zeichnete sich durch Tapferkeit so aus, daß er rasch zu den höheren Stellen emporstieg. Er nahm bereits im Kriege gegen Rußland 1828 u. 1829 Theil, focht dann gegen Mehemed Ali in Syrien, war thätig bei den Kämpfen zur Unterdrückung des Aufstandes in Albanien u. Bosnien, zeichnete sich wiederholt in den Gefechten gegen die Montenegriner aus, bes. aber 1854 bei Csetate, wo er die türkische Reiterei führte, u. wurde am 17. Febr. zum Muschir ernannt. Verwundet, mußte er sein Commando an Achmed Pascha abtreten, wurde dann als Generalissimus nach Anatolien gesendet, 1855 aber zum Oberbefehlshaber der türkischen Truppen an der Donau ernannt. 8) s. Ismail Pascha.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

Игры ⚽ Нужен реферат?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Ismael — es el nombre de un personaje de las religiones abrahámicas (hebrea, cristiana y musulmana), antepasado de los ismaelitas (ismailios) o árabes. Éste es uno de los personajes que más controversia causa entre los seguidores de las religiones… …   Wikipedia Español

  • Ismael — Ismaël Hajar et Ismaël dans le désert, par Karel Dujardin Ismaël (en hébreu : ישׁמעאל Išma e’l « Dieu a entendu [ma demande] » ; en arabe : إسما …   Wikipédia en Français

  • Ismael Lo — Ismaël Lô Ismaël Lô Ismaël Lô Nom Ismaël Lô Naissance 30 août 1956 …   Wikipédia en Français

  • Ismael Lô — Ismaël Lô Ismaël Lô Ismaël Lô Nom Ismaël Lô Naissance 30 août 1956 …   Wikipédia en Français

  • Ismael lo — Ismaël Lô Ismaël Lô Ismaël Lô Nom Ismaël Lô Naissance 30 août 1956 …   Wikipédia en Français

  • Ismaël Lo — Ismaël Lô Ismaël Lô Ismaël Lô Nom Ismaël Lô Naissance 30 août 1956 …   Wikipédia en Français

  • Ismaël Lô — Nom Ismaël Lô Naissance 30 août 1956, Dongondoutchi …   Wikipédia en Français

  • Ismaël Lô — en 2007, en el Festival Mumes en Santa Cruz de Tenerife Datos generales Nombre real Ismaël Lô …   Wikipedia Español

  • ISMAËL — Nom (en hébreu, Yishma El: «Dieu entend») du fils que le patriarche Abraham eut avec son esclave Agar. Le livre de la Genèse l’explique par cette phrase placée dans la bouche de l’«ange de Yahvé»: «[...] tu enfanteras un fils, et tu lui donneras… …   Encyclopédie Universelle

  • Ismael Lo — Ismaël Lô Ismaël Lô (* 30. August 1956 in Dongo Buti, Niger) ist ein senegalesischer Musiker. Sein Vater ist Senegalese, seine Mutter Nigerianerin. Kurz nach seiner Geburt am Ufer des Niger, kehrten seine Eltern nach Senegal zurück, wo er in… …   Deutsch Wikipedia

  • Ismaël Lô — beim Mumes Festival auf Teneriffa (2007). Ismaël Lô (* 30. August 1956 in Dongo Buti, Niger) ist ein senegalesischer Musiker. Inhaltsverzeichnis 1 …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”