Pelopĭdas


Pelopĭdas

Pelopĭdas, Sohn des Hippokles, edler u. reicher Thebaner, Freund des Epaminondas, mußte als Demokrat nach dem Siege der Oligarchen durch Hülfe der Spartaner, 383 v. Chr., aus seiner Vaterstadt fliehen u. fand Aufnahme in Athen. Nachdem von hier aus die Vorbereitungen zum Sturz der Oligarchen getroffen worden waren, schlich P. mit 12 Genossen in Jägerkleidung im Herbst 379 von Thria aus bei Gelegenheit eines Festes in Theben ein, ermordete mit den dortigen Verschwornen die Häupter der Oligarchischen Partei u. wurde zum Böotarchen erwählt. In dem nun folgenden Kriege gegen Sparta siegte er an der Spitze der von ihm organisirten Heiligen Schaar 371 bei Leuktra u. griff 370–369 die Spartaner im Peloponnes an u. errang seinem Vaterlande die Hegemonie, s. Theben (Gesch.). Um Thebens Macht nach Norden zu vergrößern, nahm er sich der thessalischen Städte an u. kämpfte glücklich für dieselben gegen den Tyrannen Alexander von Pherä, mischte sich auch in den Streit zwischen Alexander u. Philippos, dann zwischen Ptolemäos u. Perdikkas in Macedonien. Er ging später als Gesandter nach Thessalien, wo ihn Alexander von Pherä gefangen setzen ließ, u. nach Susa, wo er die Bedingungen des Antalkidischen Friedens bestätigte. Bei einem neuen Zuge für die thessalischen Städte gegen den Tyrannen von Pherä fiel er 364 bei Kynoskephalä. Lebensbeschreibung bei Cornelius Nepos u. Plutarchos, welcher Letztere ihn mit M. Claud. Marcellus vergleicht.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Pélopidas — (en grec ancien Πελοπίδας) est un stratège thébain né vers 420 av. J. C. dans une famille de la noblesse[1] et décédé en 364 av. J. C.[2]. Il devient pourtant le chef du parti populaire et son nom est associé à celui d Épaminondas qui fut son ami …   Wikipédia en Français

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  • Pelopidas — (* um 410 v. Chr. im griechischen Theben; † 364 v. Chr. bei Kynoskephalai) war thebanischer Feldherr und Staatsmann. Er legte zusammen mit Epameinondas den Grundstein für die Vormachtstellung Thebens in Griechenland. 382 v. Chr. wurde er von den… …   Deutsch Wikipedia

  • Pelopĭdas — Pelopĭdas, theban. Feldherr, Sohn des Hippokles, aus einer angesehenen und reichen Familie, floh als Anhänger der Patriotenpartei nach der Einnahme der Kadmeia durch Phöbidas (382 v. Chr.) und dem Sieg der Oligarchen nach Athen, kehrte im Herbst… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Pelopidas — Pelopĭdas, theban. Staatsmann und Feldherr, befreite 379 v. Chr. sein Vaterland von der spartan. Herrschaft, erfocht mit seinem Freunde Epaminondas den Sieg bei Leuktra (371), fiel 364 bei Kynoskephalä gegen den Tyrannen Alexander von Pherä …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Pelopidas — Pelopidas, vornehmer Thebaner, wurde als junger Mann von der oligarchischen Partei aus Theben vertrieben, sammelte die Verbannten und befreite mit ihnen seine Vaterstadt durch einen nächtlichen Handstreich. Neben seinem Freunde Epaminondas erwarb …   Herders Conversations-Lexikon

  • Pelopidas — Pelopidas,   griechisch Pelopịdas, thebanischer Heerführer und Politiker, ✝ (gefallen) Kynoskephalai 364 v. Chr.; 379 an der Befreiung der »Kadmeia«, der Burg Thebens, von spartanischer Besetzung beteiligt, von da an Freund und enger Mitarbeiter …   Universal-Lexikon

  • PELOPIDAS — Thebanus, vir clarissimus, ab inimicis, quibus virtutes eius invidiae erant, in exilium eiectus est. Cadmaeam a Phoebida Spartanorum, quorum factio ipsum patriâ expulerat, occupatam, Olympiad. 99. feliciter recepit, Epaminondae in omnibus… …   Hofmann J. Lexicon universale

  • Pelopidas — [pi läp′i dəs] died 364 B.C.; Theban general …   English World dictionary