Teneriffa


Teneriffa

Teneriffa (bei den Spaniern Tenerife), spanische Insel, größte u. bevölkertste aus der Gruppe der Canarias; sie hat eine Größe von 41 QM. u. bildet mit ihrer Hauptmasse die breite Grundlage des Pik von T. (Pico de Teyde, Pik von Aya-Dyrma), eines Vulkans, welcher sich mit seinem rauchenden Gipfel 13,355 F. (nach spanischen Messungen, nach Alex. Humboldt nur 11,424 F.) erhebt u. eine Umsicht gestattet, welche sich nach Humboldts Berechnung auf eine Fläche von 5700 QM. erstreckt. In seinem obern Theile hat er eine Höhle (die Eishöhle, Cueva del hielo) u. Spalten (las Narices, die Nüstern, genannt), aus denen erhitzte Dämpfe hervordringen. Die Spitze bildet der auf einem Felsenwall sich etwa noch 1000 F. erhebende Piton (Pan de azucar, der Zuckerhut). Die Küsten fallen meist steil zum Meere ab u. bilden viele Vorgebirge (Teno im Westen, Anaga im Norden, Socorro u. Ladera de Guimar im Osten, Roja u. Rasca im Süden). Die Insel ist ziemlich gut bewässert u. fruchtbar; Producte: tiefer Dattel- u. Kokospalmen, höher Drachenbäume u. Pisang, noch höher Weine etc.; allerhand Cactus, Aloe, Heiden, Getreide, Obst, Gemüse, auch Baumwolle, Zuckerrohr (nicht gehörig benutzt), Wein (s. Teneriffawein), Hausthiere, Maulthiere, auch Kameele, viel Wild, Kaninchen; Geflügel, zahmes u. wildes. Das Klima ist mild u. gesund; der Gipfel des Pik ist vom November bis April mit Schnee bedeckt; die Regenzeit dauert vom November bis März, doch nicht ununterbrochen. Die Einwohner, deren Zahl auf 88,000 angegeben wird, sind Nachkommen von Spaniern u. Normannen; die Ureinwohner, die Guanchen, sind ausgestorben. Eingetheilt ist T. in 3 Jurisdictionen: Orotava, Laguna u. Sta. Cruz. Hauptstadt ist eigentlich Ciudad S. Cristoval de la Laguna, Hauptort dagegen Sta. Cruz.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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