Viburnum


Viburnum

Viburnum (V. L.), Pflanzengatt, aus der Familie der Lonicereae-Sambuceae, 5. Kl. 3. Ordn. L., mit fünfzähnigem oberständigem Kelche, radförmiger, fast glockenförmiger, fünflappiger Blumenkrone, fünf Staubgefäßen, drei sitzenden Narben u. einer vom Kelche gekrönten, einfächerigen Beere, mit einem scheibenrunden Samen; Blüthen in Trugdolden; alle Arten übrigens strauch- od. baumartig, z.B. V. opulus, Strauch od. kleiner Baum in Wäldern, an Bächen, Blüthen weiß, afterdoldenständig, die am Rande groß, unfruchtbar, die in der Mitte kleiner, gelblich weiß, Zwitter, Blätter gegenständig, drei- bis fünflappig, spitzig, gezähnt. Eine Spielart: V. opulus roseum, mit lauter unfruchtbaren Blüthen, einen Ball od. Kugel bildenden Afterdolden, wird als Schneeballen in Gärten als Zierstrauch cultivirt; die Beeren sind berauschend u. sollen nur von Amseln gefressen werden, das bräunliche, ziemlich feste, leicht spaltbare Holz wird vielfach verarbeitet; Rinde, Blumen, Blätter u. Beeren sonst als Cortex, Flores, Baccae opuli od. sambucci aquaticae officinell; V. lantana (Schlingbaum, Samenbeere), [552] Strauch mit ovalen, unten weiß behaarten Blättern, in Afterdolden stehenden, weißen, wohlriechenden Blüthen, Anfangs rothen, dann schwarzen, ovalen, zusammengedrückten, süßlich schleimigen Beeren. Die innere Rinde zieht Blasen, wird bisweilen als Haarseil bei Thieren benutzt, aus den markreichen Zweigen fertigt man Tabakspfeifenröhre; die älteren Schossen dienen zu Ladestöcken u. die stärkeren Holzstücke, welche fein u. zähe sind, werden mannigfach verarbeitet; die Beeren fressen die Vögel nur aus Noth; die Blätter u. Beeren (Flores et baccae viburni) sonst officinell; V. tinus, früher Laurus tinus genannt, ein Bäumchen im südlichen Europa, mit immergrünen, länglich ovalen Blättern, röthlichen u. weißen, in Afterdolden stehenden Blüthen; bei uns als Zierpflanze in Töpfchen, die ovalen Beeren wirken drastisch u. wurden sonst gegen die Wassersucht gebraucht; V. cassinoïdes, V. prunifolium, V. laevigatum, Sträucher in Nordamerika, deren Blätter als Surrogate des chinesischen Thees gebraucht werden; V. edule, ebenda; V. odoratissimum, mit lederartigen, ovallänglichen Blättern, wohlriechenden Blüthen; in China.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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