Luzerne [2]

Luzerne [2]

Luzerne, Futterpflanze, zur Pflanzengattung [640] Medicago gehörig, kommt in verschiedenen Abarten vor: a) Blaue L. (Medicago sativa), am gebräuchlichsten u. bes. deshalb sehr wichtig, weil sie Trockenheit u. Nässe besser verträgt, als andere Kleearten u. deshalb ein Schutzmittel gegen Futtermangel ist. Da die L. 9 bis 12 Jahre ausdauert, so bilden die Luzernefelder gewissermaßen künstliche Wiesen, welche an die Stelle der natürlichen treten, wenn diese fehlen. Mutterboden der L. ist tiefgründiger kalkhaltiger Lehmboden; sie gedeiht aber auch in Thon- u. Sandboden bei Vorhandensein von Kalkerde u. Humus. Das zu L. bestimmte Feld wird tief gepflügt u. stark gedüngt, dann mit Halmfrüchten bestellt, u. diesen folgt Sommergetreide, in welches der Luzernesamen mit eingesäet wird; man kann aber auch die L. ohne Unterfrucht u. in Reihen anbauen. In jedem Frühjahr ist die L. aufzueggen, zu walzen u. mit Gyps zu überstreuen. Erst m 3 od. 4 Jahren liefert die L. einen vollen Ertrag, drei bis vier Schnitte; sie ist zeitiger als andere Kleearten. Nach dem Abmähen liefert die L. erst eine gute Weide. Nach der L. kann man mehre edle Früchte ohne Dünger anbauen. b) Gelbe L. (Medicago intermedia, Sandluzerne), gedeiht in allen Rasenarten, ist aber bes. für Sandgegenden zu empfehlen; sie ist gegen Nässe minder empfindlich, als die Blaue L., dauert 3 bis 4 Jahre, gibt zwei bis drei Schnitte, viel Samen, verträgt das Beweiden gut u. liefert ein sehr gutes Futter; Anbau wie die Blaue L. c) Schwedische L. (Trifolium medicago foliata), gedeiht auf den meisten Bodenarten, Sand- u. Moorboden ausgenommen, wächst auch in dürren Jahrgängen gut, liefert in vier Schnitten ein Futter, welches eine rahmreiche Milch gibt; Cultur wie die Blaue L.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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