Röcheln


Röcheln

Röcheln, 1) (Stertor), der sowohl unter dem Einathmen als Ausathmen vernehmbare rasselnde Ton, der Begleiter von Schleimkrankheiten der Brust, wo durch Husten die Lunge sich nicht des Hindernisses entledigt, welches dem Ein- u. Austritt der Luft entgegensteht, auch bei Sterbenden, wo das Leben stufenweise erlischt, das Herz seine Schläge noch fortsetzt, auch das Athmungsorgan seine Regsamkeit noch nicht verloren hat, die Vitalität der Lungenschleimhäute aber zu dem Grade gesunken ist, daß auch die Lungenfeuchtigkeit in größerer Menge sich ergießt, ohne weder (wenigstens nicht genügend) durch den Husten ausgeworfen, noch im Verhältniß wieder eingesogen zu werden. 2) Krankheit, von welcher Hühner, die lange Zeit der Kälte od. der Sonnenhitze ausgesetzt sind, befallen werden. Es besteht in einem Halsreize von einer scharfen Materie, welche sie vergebens in hinreichender Menge auszustoßen streben; sie verlieren die Freßlust, werden auch häufig von Krämpfen befallen. Man durchsticht, um eine Ableitung zu machen, ihnen die Nasenlöcher mit einer kleinen Feder; zuweilen entsteht auch von selbst dabei eine Geschwulst an einer Seite des Kopfes, welche man öffnet u. die Wunde mit warmem Wein auswäscht u. etwas Salz hineinstreut.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Röcheln — Röcheln, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, mit voller, mit Blut oder Schleim angefüllter Brust oder Luftröhre, athmen, dergleichen nicht nur bey Sterbenden zu geschehen pflegt, sondern auch zuweilen bey sonst gesunden, wenn die… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • röcheln — Vsw std. (14. Jh.), mhd. rücheln, rühelen Stammwort. Iterativbildung zu mhd. r(u)ohen, ahd. rohōn brüllen , wie nndl. rochelen röcheln , mndl. brüllen . Auch nisl. hrygla Rasseln in der Kehle , lett. kraũkât husten, Schleim auswerfen bezeugen ein …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Röcheln — (Stertor), rasselndes Atmungsgeräusch, das dadurch entsteht, daß die Luft stoßweise durch die ungewöhnliche Mengen Schleim enthaltende Luftröhre und ihre Verästelungen in der Lunge ihren Durchgang nimmt. Das R. ist ein gewöhnlicher Begleiter der… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • röcheln — »rasselnd atmen«: Mhd. rücheln, rüheln »wiehern; brüllen; rasselnd atmen« ist eine Iterativbildung zu dem im Nhd. untergegangenen Verb mhd. rohen, ahd. rohōn (daneben ruhen) »brüllen; grunzen«, das lautnachahmenden Ursprungs ist, vgl. die… …   Das Herkunftswörterbuch

  • röcheln — V. (Oberstufe) schwer und schnarchend atmen Beispiel: Der Patient röchelte beim Atmen und musste intubiert werden …   Extremes Deutsch

  • röcheln — nach Luft ringen; keuchen; hecheln; japsen (umgangssprachlich); schnaufen; schnauben; heftig atmen; nach Atem ringen * * * rö|cheln [ rœçl̩n] <itr.; hat: mit rasselndem Geräusch, keuch …   Universal-Lexikon

  • röcheln — hecheln, keuchen, nach Atem ringen, nach Luft ringen, pusten, rasselnd atmen, schnauben, schnaufen, schwer atmen; (ugs.): japsen; (nordd. ugs.): jappen. * * * röcheln:⇨keuchen röchelnnachLuft/Atemringen,keuchendatmen,hecheln,keuchen,schnaufen,schn… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • röcheln — rọ̈·cheln; röchelte, hat geröchelt; [Vi] ein lautes Geräusch machen, weil man Schwierigkeiten beim Atmen hat <ein röchelnder Atem>: Der Sterbende röchelte …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • röcheln — röchelnintr 1.schlafen,schnarchen.Schallnachahmendfürdasvonraschelndem,rasselndemGeräuschbegleiteteSchlafen.Sold1914bisheute. 2.undduröchelstnoch?:Drohfrage,umjnzumSchweigenzubringen.1900ff …   Wörterbuch der deutschen Umgangssprache

  • röcheln — rọ̈|cheln ; ich röch[e]le …   Die deutsche Rechtschreibung


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