Weil [1]


Weil [1]

Weil, 1) (W. die Stadt, Weilerstadt), Stadt im Oberamte Leonberg des württembergischen Neckarkreises, an der Würm; zwei. Kirchen, Hospital, Fabriken in Tabak, Wollzeugen, Mützen; Gerberei, viele Mühlen, Schnellbleiche; 1900 Ew.; Geburtsort Kepplers (nach Andern wurde er in dem nahen Dorfe Magstatt geboren), welchem hier ein Denkmal errichtet werden soll. W. war früher freie Reichsstadt, kam aber 1802 an Württemberg; 2) Hofdomäne u. königliches Privatgestüt bei Eßlingen im württembergischen Neckarkreise; 3) (W. im Schönbuch), Pfarrdorf im Oberamte Böblingen ebd., im Schönbuchwalde; 2400 Ew.; 4) Dorf im Amte Lörrach des badischen Oberrheinkreises; Weinbau; 1475 Ew. Dabei das Friedlingerfeld. Hier am 14. Octbr. 1702 unentschiedene. Schlacht zwischen Villars u. dem Markgrafen von Baden, s. Spanischer Erbfolgekrieg S. 428; 5) linker Nebenfluß der Lahn in Nassau, kommt vom Feldberg im Taunus u. mündet bei Weilburg; 6) so v.w. Wyl.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • weil — Konj std. (11. Jh.), mhd. wīle, älter die wīle, ahd. dia wīla so, mndd. derwīle, mndl. de wile, afr. hwīle Stammwort. Also eigentlich der Akkusativ des Wortes Weile. Aus dem Ausdruck der Gleichzeitigkeit wird der Ausdruck des Gegensatzes wie bei… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

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