Egbert


Egbert

Egbert. I. Fürsten; A) König von England: 1) E., Prinz aus dem wessexschen Königshause, floh vor dem Usurpator Berthric nach Mer[486] cia, dann an den Hof Karls d. Gr. u. ging mit diesem nach Rom; hierher sendeten die Wessex 800 nach Berthrics Tode eine Gesandtschaft, welche ihm die Krone anbot; er kehrte nach Wessex zurück u. vereinigte 827 die Reiche der Heptarchie in eins, wurde so der erste König von England aus der sächsischen Dynastie u. st. 836; seine Gemahlin hieß Redburge, s. England (Gesch.). B) König von Kent: 2) E., Sohn Ercomberts, regierte 664 bis 673, s. England (Gesch.). C) König von Northumbrien: 3) E., so v.w. Eadbert 1). D) Markgrafen von Meißen: 4) E. I., Sohn Ludolfs von Braunschweig, tapferer Krieger, Markgraf seit 1067; starb in diesem Jahre, s. Meißen (Gesch.) u. Thüringen; 5) E. II., des Vor. Sohn u. Nachfolger in der Mark Meißen; 1090 (nach And. 1088 od. 1089) wurde er bei seiner Flucht vor des Kaisers Heinrich IV. Truppen, von dessen Kriegsleuten in der Mühle zu Eisenbüttel bei Braunschweig erschlagen, s. Meißen.

II. Geistliche: 7) E., Herzog von Meran, Pfalzgraf von Burgund, 1203–1237, mit Unterbrechung, Bischof von Bamberg, s.d. 8) E., Graf von Holland, Erzbischof von Trier 975–993.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.