Leonhard


Leonhard

Leonhard, 1) Karl Cäsar von L., geb. 12. Sept. 1779 in Rumpenheim bei Hanau; wurde 1800 Assessorbei der Landkassen- u. Steuerdirection in Hanau, 1801 Kammerrath, 1810 Generalinspector der Domänenn. des Rechnungswesens u. 1812 Geh. Rath u. Generalverwalter der Octroidomänen; 1816 privatisirte er als Akademiker in München u. wurde 1818 Professor der Mineralogie in Heidelberg. Er schr.: Handbuch einer topographischen Mineralogie, Frankf. 1805–9, 3 Bde.; Taschenbuch für die gesammte Mineralogie, ebd. 1807–24, 18 Bde.; Allgemeines Repertorium der Mineralogie, ebd. 1811–17, 2 Bde.; mit I. H. Kopp u. K. Gärtner: Propädeutik der Mineralogie, ebd. 1817, Fol.; Handbuch der Oryktognosie, Heidelb. 1822, 2. vermehrte Aufl. 1826; Charakteristik der Felsarten, ebd. 1823–24,2. Abtheil.; Grundzüge der Geognosie, Heidelb. 1821, 3. A. 1839; Lehrbuch der Geognosie u. Geologie, Stuttg. 1835, 2. A. 1849; Geologie u. Naturgeschichte der Erde, ebd. 1836–1840, 3 Bde.; gab heraus: Zeitschrift für Mineralogie, Frankf. 1825–29 u. mit H. G. Bronn Jahrbuch der Mineralogie (Heidelb. 1830 ff., Neues, Stuttg. 1833–59). 2) Ferdinand, geb. 1786 in Berlin, machte die Entdeckung, daß mehre elektrische Ströme von Einem Punkte ausgehend, neben einander fortgeleitet werden können, ohne daß dieselben einander stören. Hierauf ist die wesentliche Verbesserung der elektromagnetischen Telegraphen gegründet. 3) Gustav von L., Sohn von L. 1), geb. 22. Novbr. 1816 in München, Professor der Mineralogie in Heidelberg; er schr.: Handwörterbuch der topograph. Mineralogie, Heidelb. 1843; Geognostische Skizze des Großherzogthums Baden, Stuttg. 1846; Die quarzführenden Porphyre, ebd. 1851;Die Mineralien Badens, ebd. 1855.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.