Maurerbiene


Maurerbiene

Maurerbiene (Megachile), 1) bei Latreille Gattung der Honigbienen; Taster ungleich, Oberlippe länger als breit, hängt senkrecht unter den Oberkiefer herab, Seitenlappen des Unterkiefers kleine Schuppen, bei den Lippentastern sind 3 Glieder der Länge nach, das vierte seitlich angefügt; sammeln meist Blumenstaub, einige tapeziren ihre Zellen mit Blattstücken aus, andere bauen aus Sand u. Erde, noch andere legen in fremde Nester ihre Eier. Diese Gattung ist wieder getheilt worden in a) Heriades, hat das dritte Glied der Lippentaster seitlich eingefügt, das zweite viel länger als das erste, schmalen, walzigen Leib; b) Anthidium, das dritte Glied der Lippentaster seitwärts, eingelenkt, der Kiefertaster eingliedrig, der Grund des Kiefers u. der Bauch des Weibchens behaart; bauen sich aus wolligen Theilen verschiedener Pflanzen Nester, leben einsam u. lieben die wärmern Gegenden Europas; Arten: A. manicatum, weißhaarig, gelbfleckig unten, in Deutschland; A. laterale, in Rußland; A. sticticum, in Spanien; c) Blumenschläfer (Apis florisomnis od. A. campanularum), Art aus der Gattung Honigbienen, haarig, schwarz; zweizähnig; schläft in Blumen, vorzüglich Glockenblumen; d) Coelioxis, Oberleib schmal, schwache Oberliefer; zweigliedrige Kiefertaster, zweidorniges Schildchen, viereckiger od. kegelförmiger Hinterleib; Art: Kegelbiene (C. conica Lat., Megachile c.), schwarzbraun mit weißgesäumten Bauchringen; 2) (M. lithurgus), Untergattung der vorigen, mit starken Oberkiefern, zweigliedrigen Kiefertastern, dreieckigem Hinterleib, flachem (bei dem Weibchen stark behaartem) Bauche. Ihr Nest besteht aus Zellen, deren jede mit einer Blattröhre austapezirt, u. mit Honigteig u. einem Ei versehen ist; Arten: Rosenbiene (M. centuncularis, M. apis lagopoda), schwarz, graugelb behaart, mit weißem Fleckchen auf dem Hinterleib, gebraucht Rosenblätter zum Tapezieren, schneidet die Deckel cirkelrund aus u. m. a.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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