Sabin


Sabin

Sabin, nach der Heldensage Rathgeber des Königs Hugdietrich von Constantinopel; beredete den König das in seiner Abwesenheit von seiner Gemahlin geborene Kind, Wolfdietrich, durch Putung von Meran tödten zu lassen, verlor jedoch nachher die Gunst des Königs u. mußte, obgleich das Kind am Leben erhalten war, flüchten. Er lebte im Exil bei den Hunnen, bis er nach Hugdietrichs Tode die Huld der Königin zu gewinnen wußte, flüsterte aber den Brüdern Wolfdietrichs zu, daß dieser unehelich u. daher erbunfähig sei, u. sie vertrieben den Bruder[646] u. die Mutter. S., an der Spitze der Verwaltung des Griechischen Reichs, behauptete sich im Kriege gegen Wolfdietrich u. Putung, bis Wolfdietrich endlich Otnits Reich in Italien gewann u. mit dessen Schaaren Constantinopel eroberte. Da wurde S. gerädert.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.