Tydeus


Tydeus

Tydeus, Sohn des Öneus u. der Periböa, mußte wegen eines begangenen Mordes aus seiner Vaterstadt Kalydon fliehen u. kam nach Argos zu Adrastos, welcher ihm seine Tochter Deïpyle zur Gemahlin gab, mit welcher T. den Diomedes, weshalb dieser der Tydide genannt wird, zeugte. Darauf zog er mit vor Theben u. ging als Gesandter zu Eteokles, um ihn zu einem Vergleich zu veranlassen. Als sein Vorschlag nicht angenommen wurde, kämpfte T. gegen die Thebaner, Athene wollte ihm Unsterblichkeit geben, doch änderte sie ihren Plan, da T. des getödteten Melanippos Kopf zerschlug u. das Gehirn fraß. Tödtlich verwundet blieb er in diesem Krieg.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.