Thran


Thran

Thran (Fischthran), flüssiges, öliges Fett, welches von mehren Seethieren, bes. den Walfisch- u. Robbenarten, gewonnen u. vorzüglich zur Bereitung des Leders, zum Sieden der Schwarzen Seife, Kalfatern der Schiffe, Schwefelraffiniren, auch zum Brennen in Lampen verbraucht wird. Verschiedene Sorten: a) Weißer u. Brauner Walfisch- od. Speckthran, der beste ist der hamburger, dann der grönländische, welcher aus Schweden u. Norwegen kommt, dann der holländische, dann der englische; der russische T. ist gewöhnlich eine Vermischung von Walfisch-, Seehunds- u. Belugenfett u. meistens nicht gut ausgebrannt; der portugiesische von den südamerikanischen Küsten ist dem russischen ziemlich gleich; b) Gelbbrauner Seehunds- od. Robbenthran; besser als der Walfischthran, dick u. minder wässerig, daher dem Gefrieren nicht so leicht ausgesetzt; c) Stockfisch- u. Dorschthran, aus den Lebern dieser Fische bereitet (s. Leberthran); die beste Sorte ist der Berger Kronen- od. Dreikronenthran; d) Häringsthran, das aus Häringen gekochte Fett; brennt mit weniger Geruch u. Rauch, als der Gemeine T., ist aber zu dünn, u. wird bes. gebraucht, um Leder lange geschmeidig zu erhalten. Er wird vorzüglich in Schweden bereitet, indem man in den Thranbrennereien die Häringe mit Wasser in kupfernen Kesseln kocht, nach dem Abkühlen den T. schöpft u. durchseiht; e) Walroßthran, meist mit Seehunds- u. Belugenfett vermischt; f) Haifischthran, etwas besser als der vorige; g) Fischthran, im engeren Sinne von verschiedenen kleinern Fischen, z.B. auch Sardellen gesotten; h) schwarzer od. dicker Hefenthran (Fußthran, Prutt), die geringste Sorte; wird nur zur Wagenschmiere gebraucht. Guter T. muß klar u. hell sein, nicht ranzig riechen. Die Güte des T-s hängt theils davon ab, von welchen Thieren er gewonnen wird, theils von der Zubereitungsart; der T., welcher an Ort u. Stelle, wo die Fische gefangen werden, von dem frischen Specke bereitet wird u. freiwillig aus demselben fließt, ist milder u. besser als der, welcher nach der Rückkehr der Schiffe in der Heimach bereitet ist, wo der Speck in den Tonnen ranzig geworden ist; jedoch wird im letzteren Falle mehr T. gewonnen. In den Thranbrennereien hat man große kupferne Pfannen 10–12 Fuß weit, in welche man ungefähr 5 Fässer Speck u. etwas Wasser bringt, letzteres, damit der Speck nicht verbrenne, weshalb auch beständig umgerührt wird. Nach 2–3 Stunden, wenn der Speck gehörig geschmolzen ist, wird der T. mit großen kupfernen Löffeln in die Tröge geschüttet, auf welchen ein eisernes Gitter liegt, auf welchem die fleischigen Theile u. häutigen Substanzen (Thrangrieben), welche an die Leimsieder verkauft werden, zurückbleiben. Aus diesem Troge läuft der T. in einen zweiten u. dann in einen dritten Trog, welche zum Theil mit Wasser gefüllt sind, damit sich der Prutt darin zu Boden setze. Die Fässer, auf welche dann der T. zum Verkaufe gefüllt wird, müssen eine besondere Größe haben u. werden daher von den Thranaichern gemessen u. gestempelt.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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