Herz [1]


Herz [1]

Herz (Cor), 1) Haupttheil des thierischen Körpers, welches zugleich von erweiterter Form Muskel u. Blutgefäß für alle Gefäße, mit denen es in directer Verbindung steht, ein Centralorgan bildet. Bei Thieren der niedrigsten Ordnungen, den Infusorien, Polypen, Korallinen u. Eingeweidewürmern, finden sich nicht einmal bestimmte Gefäße, also noch weniger ein H.; in anderen, Meernesseln, Echinodermiten, Holothurien, werden wohl Saftgefäße, aber kein H. unterschieden. Bei den meisten Insecten findet sich blos ein kleines, cylinderförmiges, ganz geschlossenes Rückengefäß. Bei einigen freilebenden Würmern, namentlich bei Blutegeln u. Regenwürmern, zeigt sich zuerst in dem, gegen das vordere Ende des Körpers zu liegenden Theile eines der ganzen Länge des Körpers nach fortlaufenden Gefäßes, mit einigen Seitenästen u. Erweiterungen, die erste Herzbildung. Bestimmter zeigt sich eine kanalartige Herzbildung bei Spinnen u. dem Scorpion, wo von einem Rückengefäße Seitengefäße abgehen, u. in jenem auch eine Art von Pulsiren wahrgenommen wird. Bei den Kiemenfüßlern ist das H. immer noch schlauchartig, in den Zehenfüßlern schon rundlich, viereckig u. deutlich fleischig, vollkommen ist die Herzbildung erst in den Weichthieren. Bei den Armfüßlern findet sich ein einfaches H. in jeder Körperhälfte, bei den Bauchfüßlern u.a. aber ein H. in zwei Höhlen (Kammern) geschieden; bei den meisten Akephalen hat das H. zwei Vorkammern u. eine Hauptkammer (Herzkammer); bei einigen (wie bei der Arche) findet sich ein H., zwei Vor- u. zwei Hauptkammern, welche beide in ein gemeinschaftliches Gefäß sich endigen. Bei den Kopffüßlern findet sich ein in drei Höhlen getheiltes H.; aus zwei Höhlen führt ein Gefäß zu den Kiemen, die dritte endet in ein Hauptgefäß. In den vier höheren Klassen der Thiere mit rothem Blute, Rückenmark u. Gehirn, zeigt sich nur ein einziges H., aber mit steigender Ausbildung. Fische haben ein H. mit Vor- u. Herzkammer, meist nahe an ihren Respirationsorganen, den Kiemen; zur Vorkammer kehrt alles Blut aus dem Körper zurück, die Herzkammer treibt solches in das Hauptgefäß (Aorta), aus welcher zu beiden Seiten ein Gefäßsaft abgeht, um einen Theil des Blutes zu den Kiemen zu führen; von hier aus gelangen, aus den verästelten Zweigen zusammengetreten, größere Gefäße wieder zu Zweigen der Aorta. Bei den meisten Amphibien (Fröschen, Salamandern, Kröten) besteht das H. aus einer Vor- u. Herzkammer; die von letzter ausgehende Aorta gibt Seitenzweige (Arterien) zu den Lungen; aus diesen treten zurückführende Gefäße (Venen) mit den Venen von anderen Theilen her in Verbindung, welche sich in die Vorkammern endigen. Bei den meisten übrigen Amphibien (Schildkröten, Schlangen, Eidechsen) sind zwei Vorkammern durch eine Scheidewand getrennt, in deren eine vier Lungenvenen, in die zweite Venen von den übrigen Körpertheilen sich endigen; die Herzkammer aber ist einfach. Vögel u. Säugthiere aber, als die vollkommensten Thierklassen, haben vier von einander ganz getrennte Herzhöhlen. Bei allen liegt das H. in einem eigenen Behälter (Herzbeutel) in der Mitte der Brust; nur bei Affen u. wenigen anderen Säugthieren etwas links, wie beim Menschen. Bei manchen Säugthieren findet sich eine u. die andere Abweichung von der Herzbildung des Menschen, bes. Verknöcherungen bei Wiederkäuern, so bei Hirschen ein Kreuzknochen. Die Größe des Herzens entspricht der höheren Lebendigkeit u. Bildungsstufe der Thiere; doch zeigt sich hier große Verschiedenheit; so beträgt es bei Fischen 1/168 u., 1/341 bei Vögeln zwischen., 1/122 u., 1/39 der Körpermasse; bei Menschen etwa 1/160 bei neugeborenen Kindern etwa, 1/128 doch auch mit großen Abweichungen. Das H. kommt im Leben nicht anders vor, als in selbständiger Bewegung. Seine Entwickelung in den frühesten Lebenszuständen ist am bebrüteten Ei zu beobachten. Ehe in diesem noch eine organisch feste Bildung unterscheidbar ist, beim Hühnerei drei Tage nach der Bebrütung, zeigt sich schon eine pulsirende Bewegung in der Eiflüssigkeit, welche hier geröthet (werdendes Blut) ist. Dieses erste Rudiment des sich bildenden Herzens wird als hüpfender Punkt (Punctum saliens) bezeichnet (s. unt. Brüten, auch Embryo). Wie das H. mit dem Blute zuerst in die Erscheinung tritt, so bleibt es mit diesem auch im Leben in Beziehung, indem es Blut durch Zufluß aus eigenen Gefäßen (Venen) empfängt, hierdurch zu eigener Thätigkeit angeregt, dasselbe wieder in andere Gefäße (Arterien) übertreibt u. so dem Blutumlauf vorsteht. Diese Thätigkeit geht von einem Eigenvermögen aus, welches, als Reizbarkeit unterschieden, dem H. in höherem Grade als einem anderen Organe verliehen ist. Um deswillen ist es auch seiner Hauptmasse nach als Muskel gebildet, u. zwar als Hohlmuskel. Durch den Reiz, welcher hier best von dem einströmenden Blute ausgeht, zieht es sich in sich selbst zusammen, verengt die in ihm befindlichen Räume u. treibt dadurch das Blut in die großen Gefäßstämme (Arterien) über, mit denen es in unmittelbarer Verbindung steht; zugleich wird[296] es, da es nur an den Gefäßstämmen, welche in dasselbe eintreten u. von ihm ausgehen, seine Befestigung hat, in etwas aus seiner Lage gebracht, erhebt sich u. bewirkt dadurch das als Herzschlag bekannte Phänomen, vgl. Puls. Da der Blutumlauf des Embryos auch von dem, von der Geburt u. dem einmal angehobenen Athem an eintretenden etwas abweicht, so ist auch das H. des Embryos (u. des neugeborenen Kindes) von dem im spätern Lebensalter etwas verschieden. Nicht blos für das Körperleben, sondern auch für das geistige Leben ist das H. von großer Wichtigkeit u. steht offenbar mit den Affecten der Liebe, der Freude u. des Muths in directer Beziehung, wofür Beobachtungen an uns u. Anderen unleugbare Beweise darbieten, ohne daß wir jedoch diese Verbindung auf dem Wege der Zergliederung auf eine evidente Art darzulegen vermögen.

Das menschliche H. hat seine Lage fast in der Mitte der Brusthöhle, doch abwärts etwas links gerichtet, zwischen dem Brustbein u. dem Knorpel der dritten bis sechsten Rippe. Es hat die Gestalt eines hohlen Kegels. Seine obere breitere Seite, wo es mit den großen Gefäßen zusammenhängt, wird als Grundfläche, sein verschmälerter Theil zwischen der fünften u. sechsten Rippe als (stumpfe) Spitze bezeichnet; die obere Fläche ist leicht gewölbt, mit der unteren platteren ruht es auf dem Zwerchfell auf; an beiden Flächen bemerkt man eine, dem Anfange der Vorhöfe entsprechende Querfurche u. eine der Scheidewand entsprechende Längsfurche. Nach dem Auf- u. Niedersteigen dieses, sowie nach den verschiedenen Bewegungen des Körpers, ändert sich auch in etwas seine Lage. Die Textur des Herzens ist muskulös. Die Muskelbündel laufen meist schräg, nur wenige, sowohl quere als gerade, liegen, an den Vorhöfen in zwei, auf der rechten Herzkammer in drei, an der linken in 5–6 Schichten über einander, in den verschiedenen Schichten in verschiedenen Richtungen u. verbinden sich netzartig. Seine Muskelsubstanz ist von einer äußeren u. inneren Haut umgeben; letztere ist eine Fortsetzung der inneren Gefäßhaut, erstere eine seröse Haut, welche nämlich das H. einmal glatt umzieht, sich an den Gefäßen umschlägt u., das H. noch einmal locker umgebend, für dasselbe eine eigene Höhlung, als Herzbeutel (Pericardium) bildet, der im Leben einen wässerigen Dunst enthält, welcher nach dem Tode (im Leben krankhafter Weise) in tropfbarer Form (Herzbeutelwasser, Liquor pericardii) denselben erfüllt. Seine inneren Räume (Herzhöhlen) werden als Vorkammern (Atria) u. als Herzkammern (Ventriculi) unterschieden. Eine muskulöse Scheidewand (Septum cordis) trennt die eine mehr vorwärts u. rechts gelegene Vor- u. Herzkammer von der anderen mehr hinterwärts u. links gelegenen. Jede darnach sich bildende Herzhälfte hat ihre Bestimmung für sich, ungeachtet beide, ihrer Bildung nach, im Mehrsten übereinstimmen. In jene, die rechte, gelangt das Blut von dem ganzen Körper durch Venen zurück u. wird zu den Lungen geleitet, um hier die durch das Athmen ihm nöthige Belebung zu erhalten; in diese, die linke Herzhälfte, wird es von den Lungen aus zurückgeführt u. von da aus von Neuem in den ganzen Körper vertheilt. Man bezeichnet daher auch jene Herzhälfte als Lungenherz, diese als Körperherz. Beide Vorkammern haben mit einander gemein, daß sie von Venenanfängen anheben u. größtentheils durch sie gebildet werden. Die rechte Vorkammer (Hohlvenensack, Atrium dextrum, Sinus venarum cavarum), wird von den beiden Hohlvenen, welche sich in dieselben ergießen, gebildet. Man bemerkt an derselben außer der Haupthöhlung (Sinus) vor dem oberen rechten Winkel einen häutig muskulösen, gekrümmten u. zackigen Anhang: das rechte Herzohr, in dessen Inneren kammförmige Muskelbündel (Musculi pectinati), d.h. solche, wo von zwei der Länge nach liegenden Bündeln rechts u. links querlaufende ausgehen, sich befinden, u. die Öffnungen der oberen u. unteren Hohlader; an letzter die Eustachische Klappe: eine sichelförmige, gegen die Mitte des vorderen Randes der unteren Hohlader entspringende, an beiden Enden spitzige Hautfalte, bei Erwachsenen sehr schmal, oft auch nicht vorhanden, im Fötus am vollkommensten; die Mündung der großen Kranzvene des Herzens; dicht über dem Eingang in die Herzkammer, gewöhnlich mit einer kleinen Klappe, Valvula Thebesii, versehen; mehrere Öffnungen von kleineren Herzvenen, Foramina Thebesii; Eingang in die rechte Herzkammer (Ostium venosum). In der Scheidewand der Vorkammern befindet sich beim Embryo u. in der frühesten Periode des kindlichen Alters eine Öffnung, das ovale Loch (Foramen ovale), durch welches dem Blute theilweise ein unmittelbarer Durchgang aus der rechten Herzhälfte in die linke gestattet ist. Nur in seltenen Fällen schließt es sich im späteren Lebensalter nicht ganz; doch bleibt immer die Spur desselben als ovale Grube (Fossa ovalis) zurück, welche von einer mehr od. weniger dicken Wulst, dem Vieussenschen Ring od. Isthmus (Annulus s. Isthmus Vieussenii), umgeben ist, u. an dem man zwei Pfeiler, rechts u. links schräg von oben nach unten verlaufend, u. das Lowersche Knötchen (Tuberculum Loweri), welches Lower zwischen die Mündung der Hohlader setzte, dessen Existenz aber von Manchen ganz geläugnet wird, unterscheidet. Die rechte Herzkammer (Ventriculus cordis dexter) liegt schräg links u. abwärts von dem rechten Vorhof, ist kleiner als der linke (s. unten), von dem er durch die Scheidewand getrennt ist; seine Wendungen u. ganze Muskelbildung sind schwächer u. schlaffer. Der innere Raum beider Herzkammern wird von eigenthümlich gebildeten Muskelbündeln in verschiedenen Richtungen durchkreuzt. Solche, die an der inneren Fläche der Wände fest sitzen, in verschiedenen Richtungen neben u. über einander liegen, so daß Vertiefungen zwischen ihnen bleiben, heißen Fleischbalken (Trabeculae carneae); andere, die in Form von Zapfen od. Warzen mit einem Ende nur fest sitzen, mit dem anderen frei in die Höhle hineinragen, fleischige Zapfen od. Warzenmuskeln (Musculi papillares). Diese entspringen theils mit zwei Köpfen (M. bicipites), theils sind sie in zwei Spitzen getheilt (M. bicaudati). Von diesen gehen sehnige Fasern (Filamenta tendinea) an die Seitenränder der Klappen. An dem Eingang aus dem rechten Vorhof (s. oben) befinden sich die dreispitzigen Klappen (Valvulae tricuspidales), welche, von einer Verdoppelung der inneren Haut gebildet, von dem weißlichen knorpelartigen,[297] zwischen der Herzkammer u. der Vorkammer gelegenen Ringe entspringend, sich in drei Zipfeln endigen, durch sehnige Fäden (s. oben) befestigt sind u. den Rückfluß des Blutes nach der Vorkammer größtentheils verhindern. Eine andere Öffnung, das Ostium arteriosum, führt in die Lungenarterie. An ihr befinden sich die drei halbmondförmigen Klappen (Valvulae semilunares), an deren jeder in der Mitte des freien Randes sich ein kleines rundliches Knöpfchen (Nodulus Arantii s. Morgagnii) befindet. Sie lassen das Blut aus dem Herzen nach der Arterie hinströmen, verhindern aber dessen Rücktritt aus letzter zum Herzen. Die linke Vorkammer (linker Vorhof, Lungenvenensack, Atrium sinistrum, Sinus venarum pulmonalium) enthält wie die rechte neben dem größeren Raume (Sinus) ein Herzrohr, mit kammförmigen Muskeln. In ihm befinden sich die vier Öffnungen der Lungenvenen, der Eingang in die linke Herzkammer (Ostium venosum). An der Scheidewand bemerkt man da, wo im Fötus das eirunde Loch war, eine vorzüglich dünne u. klappenartig hervorragende Stelle, die Klappe des eirunden Lochs (Valvula foraminis ovalis), zwischen welcher u. der Scheidewand sich eine kleine Vertiefung, Sinus septi, bildet. Die linke Herzkammer (Ventriculus sinister, Ventr. aorticus) liegt weiter nach hinten u. links als die rechte; ihre Wandungen sind um das Dreifache dicker als bei jener; auch die in den inneren Raum hervortretenden Muskeln sind stärker. Sie hat zwei Öffnungen: die Vorhofsmündung u. an ihr die mützenförmige Klappe (Valvula mitralis, s. bicuspidata), der dreispitzigen (s. oben) ähnlich gestaltet, aber nur zwei Zipfel, an welche sich die sehnigen Fäden mehrerer Warzenmuskeln anlegen. Oben rechts nahe am Ostium venosum befindet sich der Eingang zur Aorte (Ostium arteriosum, O. aorticum), welcher, wie der Eingang der Lungenarterien, ebenfalls mit drei halbmondförmigen Klappen (Valvulae semilunares u. Noduli Arantii) versehen ist. Der innere Raum des linken Ventrikels ist wegen der Dicke seiner Muskeln weniger geräumig als der rechte. Das H. erhält das zu seiner eigenen Ernährung dienende Blut durch die rechte u. linke Kranzarterie (Arteria coronaria dextra et sinistra), welche aus der Aorta, dicht über den halbmondförmigen Klappen entspringen u. sich in zwei Hauptäste jede theilen. Die Venen (Venae coronariae) ergießen ihr Blut in die rechte Vorkammer. Die Nerven des Herzens kommen vom Gangliennerv (s.d.) u. vom Vagus (s. Gehirnnerven). Die zahlreichen Saugadern des Herzens gehen zu den Saugaderdrüsen der Brusthöhle. – Da man sonst das H. als den Sitz der Seele, der Empfindungen u. des Willens betrachtete, 2) so v.w. Seele, Wille, Gewissen, Gemüth, Muth; 3) die inneren zarten Blätter, bes. bei Pflanzen, deren Blätter sich zu einem Haupte vereinigen; 4) (Seew.), H. einer Jungfer, die Platte an dem Außenrande, wo kein Reep ist; H. eines Mastes od. Zunge, das mittelste Stück bei zusammengesetzten Masten; H. der Pumpe od. Pumpenschuh, ein hohler Cylinder mit Ventil versehen, welcher im Pumpenstiefel auf- u. niedergleitet; H. eines vierschäftigen Taues, der leere Raum, in welchem zwischen die vier Duchten ein wenig gedrehtes Tau eingelegt wird; 5) (Herald.), H. des Schildes, die Mitte des Schildes, wenn man die Stellung der Figuren angeben will; 6) (Astron.), H. der Hydra, der Stern α im Sternbilde der Wasserschlange; H. des Löwen, der Stern Regulus od. α im Sternbilde des Großen Löwen; H. des Scorpions, der Stern α im Sternbilde des Scorpions; 7) so v.w. Coeur in der französischen u. Roth in der deutschen Karte.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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